Angeklagter gesteht Tötung seiner Ex-Freundin

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Der Angeklagte Marco S. betritt am Mittwoch  beim Prozessauftakt den Sitzungssaal im Landgericht Braunschweig

Braunschweig - Die Tötung seiner ehemaligen Lebensgefährtin hat ein 36 Jahre alter Mann am Mittwoch im Landgericht Braunschweig gestanden.

Er habe der 37-Jährigen mehrere Messerstiche in den Hals versetzt, heißt es in einer Erklärung des Mannes, die zum Prozessauftakt von seinem Verteidiger Christian Wigger verlesen wurde. Er habe aber ursprünglich nicht vorgehabt, die Frau umzubringen - ihm sei „alles aus dem Ruder gelaufen“.

Der Mann hatte im Februar auf dem Parkplatz des Wolfsburger VW-Werks gewartet, bis seine Ex-Freundin von der Nachtschicht kam. Angeblich wollte er mit ihr über den Kontakt zu dem gemeinsamen Sohn reden. Das Opfer habe verhindert, dass er den Achtjährigen treffe, sagte der Wolfsburger. Die Frau habe sich jedoch nicht auf ein Gespräch eingelassen, sondern geschrien. Da habe er seiner ehemaligen Partnerin mehrfach in den Hals gestochen. Gleich nach der Tat hatte sich der 36-Jährige der Polizei gestellt. Seinen Koffer für das Gefängnis hatte er da bereits gepackt.

Die Anklage geht von einem geplanten Mordanschlag aus. Tatmotiv sei Rache gewesen. „Er konnte nicht ertragen, dass sie glücklich in einer neuen Beziehung lebte“, sagte Staatsanwältin Doda Hillebrecht. Außerdem habe der Mann Vergeltung dafür gewollt, dass ihn die Frau 2005 wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Der Beschuldigte hatte deswegen eine vierjährige Haftstrafe verbüßt. Dass er die Frau durch Stiche in die Halsschlagader töten wolle, habe er vor der Tat mehrfach angekündigt, betonte Hillebrecht.

Die Verhandlung wird in der kommenden Woche fortgesetzt. Mit dem Urteil ist nicht vor Mitte September zu rechnen.

Quelle: kreiszeitung.de

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