Hochsaison fast vorbei

Kirschernte im Alten Land: Endspurt für die Obstbauern in Niedersachsen

Noch ist die Ernte der Kirschen im Alten Land voll im Gange. Die süßen Früchte werden in diesem Jahr tonnenweise von den Bäumen gepflückt. Doch das Ende der Erntezeit ist bereits absehbar.

  • Die Kirschernte im Alten Land (Niedersachsen) neigt sich dem Ende zu.
  • Die „Knubberkirschen“ sowie die Kirschsorten „Kordia“ und „Regina“ haben die Hochsaison fast hinter sich.
  • Neuer Trend bei der Kirschernte soll zum Schutz der Früchte beitragen.

Stade (dpa/lml) - Im Alten Land neigt sich die Hochsaison der Kirschernte allmählich dem Ende zu. Noch ist die Zeit der „Knubberkirschen“ und der Hauptsorten „Kordia“ und „Regina.“

Altes Land: Erntezeit für Kirschen fast vorbei - tonnenweise Süßkirschen in Niedersachsen

„Wir haben noch eine Woche auf extrem hohem Niveau“, sagte der stellvertretende Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt in Jork, Matthias Görgens. Er schätzte, dass in diesem Jahr 5000 bis 6000 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen, vorwiegend im Alten Land, geerntet werden. „Knubberkirsche“ ist im Handel ein Synonym für späte Kirschsorten mit festem, saftigem Fruchtfleisch.

Bereits Mitte Juni zeichnete sich ein erfolgreiches Erntejahr für die Kirschen im Alten Land ab. Görgens erzählte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass im Jahr 2020 massenweise Kirschen geerntet werden: „Wir rechnen wie bereits 2019 mit zehn bis zwölf Tonnen Kirschen pro Hektar, das sind etwa zwölf bis fünfzehn Kilogramm pro Baum“. Die Fachleute der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen gingen von einer ertragreichen Ernte und Spitzenqualität der Kirschen aus.

Die Kirschernte im Alten Land neigt sich in diesem Jahr langsam dem Ende zu.

Kirschen im Alten Land: Neuer Trend bei der Ernte soll Früchte schützen

Viele Kirschen im Freiland platzten auch dieses Jahr durch Regen. Die Abdeckung mit Foliendächern liegt aus diesem Grund im Alten Land - einem der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Nordeuropas - im Trend. An der Elbe stehen auf rund 500 Hektar Süßkirschen. Davon seien bereits knapp 300 Hektar überdacht, so Görgens.

Die Kirschen können unter dem Dach voll ausreifen, sie lagern mehr Zucker ein und werden dadurch noch schmackhafter, glänzender und größer. Allerdings kostet ein solcher Schutz 100 000 Euro pro Hektar. Insgesamt stehen auf fast fünf Prozent der Obstanbaufläche an der Niederelbe Süßkirschbäume.

Altes Land: Kirschen in diesem Jahr selbst pflücken noch auf machen Obsthöfen möglich

Viele Obsthöfe im Alten Land bieten auch an, Kirschen selbst zu pflücken. Wer sich die süßen roten Früchte also lieber selbst von den Bäumen erntet, der sollte sich sputen. Auf seiner Homepage liefert der Tourismusverein Altes Land e.V. einen Überblick über die Höfe, die das Selbstpflücken von Kirschen anbieten.

Die Zeit der Kirschernte im Alten Land mag bald vorbei sein, doch die nächste Ernte steht bereits vor der Tür. „Bald ist im Alten Land Apfelernte“, das hat der Tourismusverein Altes Land e.V. bereits auf Facebook angekündigt.

Rubriklistenbild: © Tourismus Altes Land/dpa/picture alliance

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