Hochschulpakt zeigt Wirkung

7 819 Plätze mehr zum Studieren

Niedersachsen - HANNOVER (dpa) · Niedersachsen liegt bei der Schaffung von zusätzlichen Studienplätzen voll im Plan. Bis Ende 2009 wurden bereits 7 819 neue Plätze geschaffen. Dies geht aus einem Zwischenbericht des Bundesbildungsministerium für den Finanzausschuss des Bundestages hervor.

„Bis Ende 2010 werden wir rund 11 200 zusätzliche Studienplätze eingerichtet haben“, sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums in Hannover. 2006 wurde zwischen Bund und Ländern vereinbart, die Zahl der Studienplätze aufzustocken, um für die geburtenstarken Schulabgängerjahrgänge genug Angebote machen zu können. Dafür werden 110 Millionen Euro von Bund und Land aufgewendet. Zwei Drittel der Gelder flossen in Niedersachsen an die Fachhochschulen. Dort entstanden 6 236 neue Studienplätze. An den Universitäten wurden bislang 1 583 zusätzliche Plätze geschaffen. Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels wurden vor allem die Angebote in den Fächern Mathematik, Ingenieur-, Natur- und Technikwissenschaften ausgebaut.

Der Hochschulpakt II sieht eine Steigerung der Studienangebote in Deutschland um insgesamt 270 000 Plätze bis 2020 vor. Die Ausgaben dafür stehen jedoch beim Bund wie bei den Ländern noch unter Haushaltsvorbehalt.

Deutlich hinter der Entwicklung in den anderen Bundesländern liegt Nordrhein-Westfalen. Dort wurden laut Statistik bisher nicht einmal die Hälfte der bis 2010 vereinbarten 26 300 zusätzlichen Studienplätze geschaffen. Zwischen 2007 und 2009 gab es dort nur einen Zuwachs von 11 176 Plätzen. Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz, Bayerns Schulminister Ludwig Spaenle (CSU), sagte gestern: „Bund und Länder müssen weiteres Geld in die Hand nehmen, um noch mehr Studienplätze für die geburtenstarken Abiturientenjahrgänge zu schaffen.“ Abstriche an der Qualität der Ausbildung oder ein verschärfter Numerus clausus seien „keine Antworten“.

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare