Zweifelhafte Kurhaus-Maßstäbe

Den Beitrag „Das Kurhaus setzt neue Maßstäbe“ (AZ v. 23. September) kommentiert Markus Schimke aus Drögennottorf:.

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat keinen Zweifel an dem Geltungsbedürfnis der Herren Feller und Kammer. Anderen wäre dieser Beitrag peinlich.

Wie wir aus der ausreichenden Berichterstattung der AZ und sicherlich auch persönlich wissen, ist bei dem Bau des Kurhauses alles andere passiert, als „neue Maßstäbe“ zu setzen. Ironisch könnte man behaupten, wohl eher auf der „Negativskala“!

Und die Peinlichkeiten nehmen nun auch kein Ende: In dem Beitrag zur Auszeichnung des Zertifikates vom Sozialverband für die „Plakette“ wird als Grundlage auf die DIN 18024 und DIN 18025 verwiesen. Ich glaube nicht, dass den Verantwortlichen auf dem Bild bewusst ist, dass es sich bei dieser Normung um eine im Oktober 2010 zurückgezogene Norm handelt.

Bedingt durch die Anpassung an andere Gesichtspunkte im barrierefreien Bau und zur Anpassung an den allgemein anerkannten Regeln der Technik wurde hierfür die DIN 18040 in Teil 1 und 2 seit Oktober 2010 eingeführt. Im März 2014 wurde sie bauaussichtlich eingeführt und wird in der Bauregelliste des Landes Niedersachsen genannt.

Somit hat jeder Bauherr die Anforderungen dieser Norm bei Um- und Neubau umzusetzen. Wer nun das latente WC-Desaster mit den alten zitierten Normungen aus 2010 als Bewertungsgrundlage in Verbindung bringt, kann verstehen, welchen Maßstab das neue Kurhaus setzt. Jedenfalls keinen „neuen Maßstab“!

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