Leserbrief

Zwei Gleise an der Autobahn

Zu den geplanten Ortsumfahrungen im Zuge der Planungen der Bahntrassen für den Hafenhinterland-Verkehr schreibt Stefan Trachsel aus Bruchtorf:

Im Moment ist die Aufregung groß. Die Behauptung: „Die im Bundesverkehrswegeplan aufgeführten Umfahrungen wären ein getarnter Neubau.“ Es gibt laut Bahn keine genaue Definition was ein Neubau ist. Das DSN (Anmerk. d. Redakt.: Dialogforum Schiene Nord) in Celle hat in seinem Abschlussdokument eindeutig Umfahrungen für Ortschaften gefordert. Gleichzeit wurden Neubaustrecken ausgeschlossen.

Also haben die Unterzeichner des Abschlussdokumentes die Ortsumfahrung nicht als Neubau sondern als, ebenfalls dokumentiert geforderte „achtsame Streckenführung“ beurteilt. Auch der Projektbeirat hat bei der Veranstaltung in Lüneburg am 12. Januar die Umfahrungen nicht in Frage gestellt oder kritisiert. Also alles im Sinne des DSN.

Übrigens steht in dem Celler Abschlussdokument auch der Hinweis, auf ein noch durchzuführendes Raumordnungsverfahren, um die endgültige Lage der Strecke festzulegen.

Vielleicht setzt sich der Projektbeirat ja dafür ein. Wer sich nun von Umfahrungen bedroht sieht, sollte vielleicht mal überlegen, ob es so klug war, die Autobahn7-Variante abzulehnen. Deutsch Evern kämpft schon lange, Bad Bevensen hat seine Meinung überdacht und auch Lüneburg steht gegen das dritte Gleis.

Noch ist es nicht zu spät umzuschwenken. Helft mit, den Güterverkehr und den Personenverkehr voneinander zu trennen und fordert zwei Gleise für den Güterverkehr an der A7.

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