„Zum heiligen Ökotier verklärt“

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In Grabau musste ein verletzter Wolf eingeschläfert werden.

Uelzen. Zum Artikel „Veterinär schläfert Wolf ein“ (AZ vom 19. Mai) schreibt Ulrich Merz aus Növenthien:

Gestern „Kurti“, heute ein Wolf ohne Kuschelname. Macht nichts. Hauptsache der Verursacher des Tierleides wird zitiert. Tierliebe, Biodiversität, stehen immer im Vordergrund bei Menschen, die sich „Wolfberater-Freunde-Versteher“ nennen, aber nicht hiesige Realitäten erkennen wollen oder können.

Wahrnehmungsboykottiert, Interessengruppen verpflichtet, ja, die erworbene Wichtigkeit in den Mittelpunkt stellend, reden sie von Fernsehauftritt zu Rundfunkinterviews und werden in Zeitungen benannt, um ihr Wissen den unbedarften Mitmenschen kundzutun.

Doch, Entschuldigung, sie haben kein Wissen, sie beraten auch nicht, sie vermuten nur und sind trotz der Allmacht ihrer politischen Vordenker widerlegt.

Widerlegt werden sie täglich von der Natur selber. Sie sagten: „ Wölfe gehen nicht in Dörfer, sie reißen keine Kälber, sie greifen keine Hunde an, Wölfe werden sich nie dem Menschen nähern und, und, und. Doch wir befinden uns nicht auf einer wohligen Traumreise, sondern wir müssen uns leider täglich, dank der oben genannten „Spezialisten“, einschränken.

Unter „Wir“ verstehe ich nicht nur uns Menschen, die Weidetiere, sondern vor allem den „Wolf“.

Ein Tier, das zugewandert ist, von wenigen zum „heiligen Ökotier“ verklärt, dem eine unkontrollierte Vermehrung gewünscht und dem hiermit sein Strick, vielmehr seine Kugel, oder sein Auto, geliefert wurde.

Auch das wird der Wolf seinen Gönnern verdanken! Müssen!

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