Ich ziehe meinen Hut

Zum AZ-Artikel „Im Visier des Staatsschutzes“

Ich habe zunächst meinen Augen nicht getraut. Die Motivation für diese Umfrage der Redaktion zum „Sprayer“ E. Niemann, kann ich nicht nachvollziehen. Hier bei uns in der Prignitz haben wir auch mitunter schlafende Verwaltungsmitarbeiter/innen und politisch Verantwortliche mit unkonventionellen Maßnahmen zum aktiven Handeln motivieren müssen. Bei uns hatten zahlreiche Verantwortungsträger, einschließlich Staatsschutz keine Probleme mit dem rechten-esotherik Gemix im so genannten „Fürstentum Germania“ Der Wille dagegen offensiv vorzugehen war für viele Anwohner/innen und demokratisch Gesinnte nicht erkennbar.. Erst nach einer öffentlichkeitswirksamen Intervention von Bürgerinnen aus der Prignitz, die von den Medien aus Zeitung, Rundfunk und Fernsehen unterstützt wurde, hatte der vermeintliche Winterschlaf der zuständigen Bereiche ein Ende gefunden. Insofern kann ich nur den Mut bewundern, den E. Niemann hatte, um hier ein deutliches Zeichen zu setzen. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass es noch mehr engagierte Menschen wie E.N.in der Region gibt, die zum Handeln aufrütteln. Nicht er sollte das Thema der Umfrage sein, sondern „Wie gehen Verantwortungsträger und Öffentlichkeit mit der Geschichte um“. Dazu bedarf es aber auch der inhaltlichen Auseinandersetzung, die offensichtlich viele Menschen scheuen. Ich ziehe meinen Hut vor Menschen wie Eckehard Niemann.

Bärbel Treutler

BUND Prignitz,

Groß Breese

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