Y-Trasse wäre Geldverschwendung

Alfred Johannes aus Eimke schreibt zur Diskussion um die geplante Y-Trasse Folgendes.

Fest im Europa-Fernost-Fahrplan der Großallianz (Ocean Three) verankert ist der Container-Terminal von Wilhemshaven, von dem aus in wöchentlichem Rhythmus die wichtigsten Ziele in Japan, China, Südkorea und Singapur angelaufen werden. Das größte Schiff der Welt ist zurzeit die „CSCL-Glope“. Immer schneller lösen sich die Schiffsriesen an der Spitze ab; der Kreis der Häfen, den diese Containerschiffe ansteuern können, wird immer kleiner.

In den ersten beiden Jahren (2013 und 2014) waren auf dem Jade-Weser-Port (JWP) die jährlichen Umschlagszahlen mit 70 000 bis 80 000 Containern enttäuschend. Der Hafen ist zurzeit für 2,7 Millionen Container ausgelegt und kann später auf 4,2 Millionen erweitert werden. Der JWP ist der einzige Tiefseehafen in Deutschland, den diese Schiffe, unabhängig von Größe, Beladung und Tiefgang, anlaufen können.

Fazit: Durch den zukünftigen Einsatz von den genannten Schiffsriesen wird der Container-Verkehr teilweise zwangsläufig von Hamburg zum JWP verlagert werden müssen. Dieses hat zur Folge, dass der Hafen-Inlandverkehr von dort erheblich, schnell und leistungsgesteigert verbessert werden muss.

Es ist doch sehr beschämend, wenn sich Fachleute mit dem Personenverkehr von Hamburg nach Hannover beschäftigen und zu dem Ergebnis kommen, dass man mit einer Neubaustrecke zehn Minuten Fahrzeit einsparen kann.

Es ist dabei zu berücksichtigen, dass durch den teilweisen Wechsel des Containerverkehrs die Strecke Hamburg-Hannover erheblich vom Güterverkehr entlastet wird.

Mit der bereits bekannten Alpha-Lösung ist das Problem des Containertransports durch die Bundesbahn lösbar. Ein Neubau einer Strecke ist nicht erforderlich. Es ist weiterhin zu bedenken, dass der JWP als eine starke Konkurrenz zu den übrigen nordeuropäischen Tiefseehäfen steht und daher mit einem gut funktionierenden Hinterlandverkehr unterstützt werden muss.

Die geplante Nord-Süd-Verbindung (Y-Trasse) wäre damit nur eine Verschwendung von Steuergeldern, eine unnötige Zerstörung der Land- und Forstwirtschaft und eine Minderung der Wohnqualität in Gebieten der Lüneburger Heide.

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