AZ-Leserbrief

Der Wolf vermehrt sich weiter

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Laut Ulrich Merz wird die vom Wolf ausgehende Gefahr von Experten verniedlicht. 

Zur Wolfsdebatte und dem Leserbrief von Martin Feck äußert sich Ulrich Merz aus Növenthien:

Der Wolf ist ein Wolf, ist ein Wolf und bleibt es. Er bleibt es trotz guten Zuredens und der Verniedlichung von „Experten“, die bis dato alles versuchen, die von ihm ausgehende Gefahr zu verniedlichen und eine Zwangstolerierung in der Bevölkerung ertrotzen wollen.

Über die von dem „Grauen Jäger“ angerichteten finanziellen und den weiterhin schlimmen psychischen Schäden, bei Schäfern und Weidetierhaltern, wurde/wird viel geschrieben und gesagt. Doch: Papier ist geduldig und Worte verwehen im Wind.

Der Wolf aber vermehrt sich weiter, ungehemmt, und wir, als Landbevölkerung leiden ebenso unter ihm, weil unser garantiertes Grundrecht auf Freiheit in der Natur, zunehmend durch ihn eingeschränkt wird. Da ist es völlig unerheblich, ob wie im Leserbrief vom 30. November geäußert, ein „Lachanfall mit Erstickungstendenz“ über einen vermeintlichen Wolfsangriff auf einen Menschen erlitten wird, da „Wölfe immer an die Kehle oder Hinterbeine“ gehen oder ein Biologe, Herr Pfannenstiel, in der gleichen Ausgabe äußert, „das der Wolf zwar willkommen ist, sich aber der Kulturlandschaft anpassen muss“.

Na prima, wieder „Experten“ die genau wissen, wie Canus Lupus sich „immer“ verhält und sich zu verhalten hat. Unser 1. „Experte qua Amt, Umweltminister Herr Lies, sprach in „NDR-Aktuell“ darüber, dass wir „für eine langsameres Anwachsen der Population“ (wie denn?) sorgen müssen und das die „Anzahl der polnisch-europäischen Population auf 1.000 erwachsene Tiere“ begrenzt werden soll. Er ließ aber offen, ob er die von ihm genannte Größenordnung für Gesamtdeutschland oder nur für Niedersachsen meinte.

Goethe ließ Mephisto in seinem „Faust“ sagen: „Geist und Vernunft, ist des Menschen höchste Zunft“. Ich muss gestehen, mein Geist wird zu diesem Thema müde, doch meine Vernunft ist hellwach.

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