Wolf: Panikmacher der Jäger

Leserbrief zum Artikel „Wenn Wölfe größer werden“ (AZ vom 15. September):.

Ich bin seit 17 Jahren Forstwirt in der Bundesforst Raubkammer Munster. Seit ca. zwei Jahren sind Wölfe in unserer Forst endlich heimisch geworden. Ich selbst habe leider noch keinen zu Gesicht bekommen. Kollegen von mir, die schon welche sahen, sagten mir, dass die Wölfe neugierig aber trotzdem scheu wären. Sie hatten nicht das Gefühl, dass eine Gefahr von den Tieren ausginge. Wolfswelpen sind, genauso wie Hundewelpen, sehr neugierig und kennen weder Scheu noch Gefahr.

Seit der Wiederansiedlung der Wölfe in der Lausitz vor ca. zehn Jahren, wo unsere Wölfe nachweislich herstammen, ist kein Übergriff auf Menschen bekannt.

Meiner Meinung nach ist die Panikmache einiger Jäger darauf zurückzuführen, dass sie die Wölfe einfach nur als Konkurrenten ansehen. In meinem Forstamt gibt es niemanden, der auch nur ansatzweise Angst vor dem Wolf hat, oder ihn als Konkurrent ansieht.

Wir sollen uns nicht auf die Meinung einzelner Jäger, die scheinbar nur ihre Jagdinteressen verfolgen, verlassen. Wir sollten eher froh und stolz sein, dass dieses wunderbare Tier wieder bei uns angesiedelt ist.

Ulrich Drewes,

Wriedel

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