Dem Wolf eine Chance

Für Leserin Andrea Lange wird zu viel über den Wolf gehetzt. Dabei sollte man dem Raubtier eine Chance geben. Archivfoto: dpa

Auf den Leserbrief von Friedrich Elbeck aus Lauenbrück „Von Hahn und Wolf“ (AZ vom Freitag, 10. Februar) erwidert AZ-Leserin Andrea Lange aus Bad Bevensen:.

Hübsch gedichtet, Herr Ehlbeck, Wilhelm Busch lässt grüßen. Allmählich reicht es mit den Hetzkommentaren zum Wolf! Ich vermisse eine faire Auseinandersetzung mit diesem Thema. Und besser recherchierte Artikel dazu in den Medien. Wolfsbefürworter gibt es übrigens zuhauf auch auf dem Land. Es sollen sogar Nutztierhalter darunter sein.

Allen, die dieses wunderbare Raubtier am liebsten wieder ausgerottet sähen, empfehle ich eine Wolfswanderung mit Kenny Kenner, ehrenamticher. Wolfsberater. Er bietet sie monatlich kostenlos an.

Damit ich nicht missverstanden werde: Ich plädiere dafür, Nutztierhalter von staatlicher Seite so auszustatten, dass deren Tierbestand wolfssicher gehalten werden kann bezeihungsweise im Falle eines Übergriffs diese Halter voll entschädigt werden.

Die Behauptung, der Wolf wäre über lange Zeit nach dem Übergriff auf das Gehege in Brockhimbergen allabendlich zurückgekehrt, stelle ich in Frage. Eine sehr gute Bekannte führt in diesem Gebiet regelmäßig ihren Hund zur letzten Gassirunde aus, ohne dem Wolf bisher einmal begegnet zu sein.

Mir ist in Deutschland kein Fall bekannt, wonach Menschen durch den Wolf verletzt oder angegriffen wurden. Wir alle sollten versuchen, dem Wolf eine reelle Chance zu geben. Das einzige Tier, das das Gleichgewicht auf unserem Planeten stört, ist und bleibt der Mensch.

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