AZ-Leserbrief

„Der Wolf ist und bleibt ein Raubtier“

Der Wolf gehört für AZ-Leser Hans-Otto Bürger so schnell wie möglich ins Jagdrecht.
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Der Wolf gehört für AZ-Leser Hans-Otto Bürger so schnell wie möglich ins Jagdrecht.

Zum Artikel „Zeit des Handelns muss kommen“ (AZ vom 22. September) und zur Diskussion um den Wolf schreibt dieser Leser:

(...) Als ich heute den Bericht las, ist mir doch der Kragen geplatzt. Dieses Gehacke um den Wolf geht nun schon über Jahre. Da melden sich die Befürworter des Wolfes zu Wort oder die Wolfsberater. Wenn dann die Gegner des Wolfes sich zu Wort melden, weil sie Fakten auf den Tisch legen und den Befürwortern sowie Wolfsberater aufzeigen, was der Wolf mal wieder in einer Nacht gerissen hat, werden zunächst Untersuchungen angestellt.

Es werden DNA-Proben entnommen und so weiter. Wahrscheinlich wird der Wolf dann auch noch in einem Sarg beerdigt. Welch ein Aufwand. Ein Wolfsberater sollte eigentlich erkennen, ob es ein Wolf war oder nicht. Da brauchen nicht noch Kosten für eine DNA-Analyse anfallen. Der Höhepunkt war, als vor Jahren in der AZ ein Bericht stand, wo es hieß, dass für verletzte Wölfe ein Krankenwagen angeschafft werden sollte. (...)

In dem Bericht heißt es, dass der Bl-Sprecher die Da-seinsberechtigung der Wölfe nicht infrage stellt. In früheren Berichten hieß es, dass ein Wolf ein Revier von rund 250 Quadratkilometern benötigt. Wie viele Wölfe gibt es in Niedersachsen oder besser wie viele Rudel? Das passt doch hinten und vorne nicht.

Auch den Kommentar von unserem Landrat, dass der Wolf bleiben wird, kann ich nicht teilen. Er gehört hier nicht her, sondern nach Russland, wo es größere Flächen gibt. Was die beiden Politiker Henning Otte und Jörg Hillmer von sich gegeben haben, ist vollkommen richtig. Wie lange soll das denn noch so weitergehen? Wann wird es keine Schafe mehr in der Heide geben? Wann werden die Schäfereien aufgeben?

Ich habe volles Mitgefühl mit den beiden Brüdern Jahnke. Es ist ein Wunder, dass sie ihre Betriebe immer noch aufrechterhalten.

Eine Frechheit ist es, wenn es in Leserbriefen heißt, die Schäfer seien selbst Schuld, dass der Wolf ihre Schafe gerissen hat. Es war oft genug in zu lesen, dass die geforderte Höhe von 1,20 Meter um 20 Zentimeter auf 1,40 Meter erhöht wurde – also der Zaun sicherer gemacht wurde. Trotzdem hat der Wolf ein Loch gefunden. Der Wolf ist und bleibt ein Raubtier. (...)

(...) Wenn man liest, dass es nach 20 Jahren kein sinnvolles Wolfsmanagement gibt, frage ich mich: Warum wurde es nicht geschaffen. Ansonsten hätte man das Geld man auch für andere Dinge verwenden können. (...) Ich hoffe nur, dass die Forderung von Henning Otte, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird, bald umgesetzt wird – und zwar für immer.

Hans-Otto Bürger, Lüder

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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