AZ-Leserbrief

Wohnqualität ist gesunken

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Lastwagenkolonne auf der B 4: Seit der Einführung der Maut auch auf Bundesstraßen im Juli dieses Jahres gilt auch für Uelzens meistbefahrene Fernstraße keine Durchfahrtsbeschränkung mehr.

Den Beitrag „B4: Freie Fahrt für Lkws“ kommentiert Uwe Jäkel aus Uelzen:

Seit Jahrzehnten wohnen wir auf dem Kagenberg. Es war einmal ein Wohngebiet in ruhiger Lage. Nach der Fertigstellung des „Uhlenrings“ ist es damit vorbei. Die Wohnqualität auf dem Kagenberg ist enorm gesunken. An windstillen Tagen, besonders aber wenn der Wind vom Osten weht, ist der Aufenthalt in der freien Natur (Garten, Terrasse) unerträglich.

Der Grund dafür ist, dass es unterlassen wurde, zwischen der Wendlandstraße und der Groß Liederner Straße einen Lärmschutzwall zu errichten. Ich habe bereits im Kalenderjahr 2009 Kontakt mit der Stadt Uelzen aufgenommen, um auf diesen Missstand hinzuweisen. Diese fühlte sich aber nicht zuständig und leitete mein Schreiben an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg, weiter.

Die Landesbehörde lehnte meinen Antrag ab – mit der Begründung, dass die zulässigen Immisionsgrenzwerte nicht überstiegen wurden.

Nun gibt es für Lastwagen seit dem 1. Juli keine Durchfahrtsbeschränkung mehr auf der B 4. Der Lastwagenverkehr wird zunehmen, der Lärmpegel wird sich nochmals erhöhen.

Arme Kagenberger. Vielleicht sollten sich die Hauseigentümer überlegen, wegen der gesunkenen Lebensqualität auf dem Kagenberg einen Antrag auf Herabsetzung des Einheitswertes zu stellen.

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