Das Wohl Uelzens ist Herzenssache

Auch durch den Uelzener Stadtgraben soll die Strecke der „Heraklidenschlacht“ führen – Veranstalter Clemens Simon versichert, dass füs Aufräumen hinterher gesorgt sein wird.
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Auch durch den Uelzener Stadtgraben soll die Strecke der „Heraklidenschlacht“ führen – Veranstalter Clemens Simon versichert, dass füs Aufräumen hinterher gesorgt sein wird.

Im Hinblick auf die „Heraklidenschlacht“ sorgte sich AZ-Leser Dieter Kluge darüber, wer nach der Veranstaltung die Reinigung der Stadt übernehme (AZ vom 6. Mai 2015). Hierzu nimmt der Veranstalter Clemens Simon aus Uelzen Stellung:

Ich freue mich über Ihre Gedanken zu unserer Heimatstadt Uelzen. Da Sie sich Sorgen um die Müllbeseitigung und über eventuelle Schäden an der Natur machen, gehe ich davon aus, dass Sie sich genauso wie ich am Tag „Uelzen räumt auf“ am 25.4. auf dem Herzogenplatz eingefunden und mit angepackt haben. Wahrscheinlich haben wir uns dort sogar gesehen.

Dann wissen Sie ja, wie sehr mir das Wohl und Erscheinungsbild Uelzens am Herzen liegt: Ich war selbst im Stadtgraben und im Ratsteich, habe dort etliche Flaschen, eine Tür, ein Fahrrad, einen Gullideckel und sonstigen Unrat herausgeholt. Ich verspreche Ihnen, dass dies nicht unsere letzte Aktion war.

Es gibt leider noch einige Ecken auf der Heraklidenschlachtstrecke, die zugemüllt sind. Da es uns peinlich wäre, Uelzen so vor den angereisten Sportlern zu präsentieren, werden wir entsprechend Abhilfe schaffen.

Auch Ihre Sorge um die Natur begrüße ich. Ich kann Ihnen über eine inzwischen zweijährige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Umweltämtern im Vorfeld des Laufes nur in den höchsten Tönen berichten. Wir mussten die Streckenplanung mehrfach verlegen und anpassen, um sensible Bereiche in Flussläufen und Wiesen nicht zu tangieren. Zusätzlich werden wir etliche Maßnahmen ergreifen, um Uferbereiche und Sedimente zu schützen. Dies werden wir vom Orga-Team „Heraklidenschlacht“ sehr gern umsetzen, weil wir stets das Gefühl hatten, dass diese Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind, um keine Schäden an der Natur anzurichten, und wir nicht auf bloße „Verhinderer“ stoßen.

Ich habe die Stadtverwaltung schätzen gelernt, weil sie die notwendigen Auflagen erteilt und gleichzeitig sich nicht vor Innovationen verschließt, sondern bereit ist, Uelzen um eine Attraktion reicher zu machen. Am 1.10.2014 haben wir bei einer öffentlichen Infoveranstaltung im Rathaus vor Umweltverbänden und interessierten Uelzener Bürgern unser Konzept vorgestellt. Schade, dass Sie diese verpasst haben; denn wir verschließen uns nicht vor kritischen Anmerkungen und Lösungsansätzen.

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