Wenn keine Filiale, dann noch Automaten

Die Volksbankfiliale wird, wie drei weitere in Suhlendorf, Altenmedingen und Himbergen geschlossen. Erhard Persiel aus Himbergen wünscht sich dann zumindest einen Geldautomaten. Foto: Wendlandt

Leserbrief zum Artikel: „Volksbank schließt Filialen“, AZ vom 17. September:.

Sicherlich ist es richtig, dass etliche Kunden der Volksbank ein Online-Konto haben. Diese haben das Konto aber auch daher angelegt, weil der Gang zum Tresen in der Bank Geld kostest, jede Dienstleistung lässt sich die Bank mittlerweile bezahlen. Da ist es kein Wunder, dass keine Kunden mehr in die Bank kommen. Wenn der Volksbank-Vorstand dann noch sagt, vor allem ältere oder nicht mobile Kunden seien im Nachteil, obwohl sie die neuen Entfernungen zu den Filialen „relativ überwindbar“ halten, dann ist das schon fast zynisch.

Der ÖPNV ist ja nun im Bereich Himbergen/Bad Bevensen gescheitert. Wenn dann der Rentner seine Rente, die ja nur noch Online gezahlt wird, abholen will, kann er dann morgens nach Bad Bevensen fahren und abends zurück, weil er ja schon 70 ist und laut manchen Autofahrers nicht mehr am öffentlichen Autoverkehr teilnehmen sollte. Was machen dann die Mitbürger, die kein Auto haben und auch keinen Internetanschluss? Ja, das gibt es auch heute noch – auch in Zeiten von Smartphone, Laptop und PC! Ich hoffe nur, dass die Politiker, die ja auch in den Aufsichtsratsgremien der Bank sitzen, hier Rückgrat zeigen und wenigstens einen Bankautomaten in Himbergen durchsetzen können. Auch wenn angeblich die Kosten für einen Bankautomaten sehr hoch sein sollen.

Die Sparkasse hat es in Oetzen ja vorgemacht, dass es durchaus möglich ist, ohne große Gebäude vorzuhalten, in einem kleinen „Container“ einen Geld- und Auszugsautomaten aufzustellen.

Erhard Persiel,

Himbergen

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