AZ-Leserbrief

Weniger Ertrunkene

+
Mit den Herbstferien startete jetzt auch ein vom Kreissportbund organisierter Schwimmkurs für Sechs- bis Neunjährige.

Nach einer von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft beauftragten Umfrage kann heutzutage mehr als die Hälfte aller Grundschulkinder nicht richtig schwimmen.

Die AZ berichtete darüber und über einen vom Kreissportbund nun gestarteten Schwimmkurs für Sechs- bis Neunjährige. Dazu meint Johann Henrich Vietor aus Bad Bevensen:.

Ein Artikel in der AZ hatte die reißerische Überschrift „Es geht ums Überleben“, Untertitel: „Zahl der Nichtschwimmer steigt“. Es wird also unterstellt, es gäbe in Deutschland weniger Schwimmer und dadurch mehr Badetote. Diese Aussagen sind schlicht falsch: Im Jahr 1970 ertranken 1.100 Personen, 2017 waren es erfreulicherweise deutlich weniger, etwas mehr als 400, davon neun Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Die meisten Ertrinkungstode hatten mit Selbstüberschätzung sowie Alkohol und Herz-Kreislauferkrankungen zutun.

Jeder Tote ist einer zu viel, aber eine steigende Gefährdung der Bevölkerung zu suggerieren, halte ich für bedenklich und überflüssig. Es steigt nicht die Zahl der Nichtschwimmer, sondern die Zahl der Absolventen der DLRG-Lehrgänge.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare