Welch Armutszeugnis

Mona Rust-Behn schreibt über die Schließung des Bevensener Rosencafés:

Wie kann eine Stadt ein Aushängeschild wie das Bad Bevenser Rosencafé derart stiefmütterlich behandeln und wie es scheint, der Insolvenz zuführen? Die idyllische Lage am Rande des Kurparks an den Auen der Ilmenau ist doch das Pfund, mit dem das Café wuchern kann. Aber mit dem Bau des Weges über die Benecke-Wiese sowie durch Regen- und Schmelzwasser uferlosen, matschigen Wegen im Kurpark wurde dem Café buchstäblich die Kundschaft abgegraben. Wie oft standen ältere Menschen mit Erde verschmierten Rolllatoren im Café und waren traurig und verärgert über die schlechte Zuwegung. Auch Hinweisschilder auf die Existenz des schönen Cafés sind in der Vergangenheit von der Gemeinde unterbunden worden. Mit Bußgeldern wurde da sogar vorherigen Pächtern gedroht. Doch wie sollen neue Gäste auf das Schmuckstück aufmerksam werden, wenn man es ihnen nicht mitteilt? Tagesgäste kommen in der Regel auf den Parkplätzen am Kurpark an und bereits dort müßten sie auf ein Hinweisschild stoßen. Mein Ex-Ehemann, Hinrich Rust, Pächter des Rosencafés in der Vergangenheit, hat die Wirkung eines Plakates über wenige Wochen testen können, dann bekam er ,,nette“ Post von der Gemeinde. Unter Darlegung der Intention, nämlich neue Gäste werben zu wollen/müssen, schrieb ihm der damalige Samtgemeindebürgermeister Knut Markuszweski ,,... das ist unternehmerisches Risiko, wenn das Geschäft nicht so läuft, wie es sollte.“ Herr Rust hat damals das Café aufgegeben, weil außer Spesen und Arbeit nichts gewesen war, und wir, gerade in der ,,schlechten Jahreszeit“ – Mitte Oktober bis März – tagelang ohnen einen Gast gesehen zu haben, das Café aufhielten. Das Gespräch suchen und Lösungen zu finden, war von Seiten der Gemeinde niemand bereit.

Mona Rust-Behn Bienenbüttel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare