Wegausbau hilft Pendlern

Leserbrief zum Artikel „Wald und Käuze in Gefahr“, AZ vom 17. Oktober:.

Karl-Heinz Köhler und Burkhard Schnepper vom Arbeitskreis Natur waren im Wald – und sprechen sich wie andere Umweltschutzverbände gegen einen Ausbau des Daller Weges bei Hösseringen aus. „Ein Ausbau des Weges belaste den Wald“ – „außerdem handelt es sich um einen Lebensraum für viele Tiere“, „mit einem verstärkten Wildwechsel müsse deshalb gerechnet werden.“ Karl Heinz Köhler sieht auch die Bestände des seltenen Sperlingskauzes gefährdet, „weil der Sperlingskauz beim Beutefang auch sehr niedrig fliege, sei eine Kollision mit Autos wahrscheinlich“ Alles richtig und auch alles falsch – es kommt immer auf die Sichtweise an.

Und dann steht da noch: „Die Strecke dient eher vielleicht den Einwohnern von Suderburg und Hösseringen um schneller zu Rheinmetall zu kommen“ – das ist doch was! Und? Wäre das so schlimm, wenn das so wäre? Wäre es denn nichts, wenn allein Hösseringer und Suderburger Bürger für Fahrten nach Unterlüß und in Richtung Celle, Hannover und weiter, im Jahr rund 200 000 Autokilometer einsparen würden?

Und dabei sind die eingesparten Kilometer der Museumsbesucher aus dem West- und Südbereich noch gar nicht mit berücksichtigt. Und natürlich wird dadurch so mancher Museumsbesuch mehr entstehen, da man es dann auf der Strecke liegend mal mitnehmen kann.

Nun zum tieffliegenden Sperlingskauz – dieser Bursche befliegt nicht nur den Bereich des Daller Weges, er ist auch anderswo – auch im Bereich von Schnellstraßen – zuhause. Dass er aber durch den Ausbau des Weges in seinem Bestand gefährdet ist, erschüttert nun wirklich meinen Glauben an die Kompetenz der beiden Vertreter des Arbeitskreises Natur.

Axel Braun,

Hösseringen

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