Warum wohl?

Zu „Dütt un Datt up Platt“ vom 25. Mai:

Ja, der weise Carl-Friedrich Bautsch, die Leute streiten sich über die A 39, sagt er, aber „fröher wär dat genauso“ mit dem Elbe-Seitenkanal, da hätte es auch Streit mit den Naturschützern gegeben, aber heute „snakt door keener meeh öber“! Lieber Herr Bautsch, warum wohl? Weil der Kanal ja doch durchgepeitscht wurde, als olles „Jahrhundertbauwerk“, gleich nach der Eröffnung brach und Tod und Verderben brachte. Der Kanal war als Bollwerk gegen den Sozialismus im Kalten Krieg gebaut worden - bis 1990 fuhr doch man kaum ein Schiff pro Tag! Wir wollten damals Schiffszählungen machen und haben die vor lauter Gähnerei abgebrochen. Niemand konnte 1973 ahnen, dass der ehemalige zonengrenznahe Raum in den Mitte Europas rücken würde und damit die Auslastung besser werden würde! Enorm viel Zerstörung hat der Kanal gebracht: In vielen Bereichen sind die Zerstörungen heute noch präsent! Aber, Herr Bautsch, soll da heute noch gegen „gesnakt“ werden? Wer hätte denn wohl was davon?

Ganz anders die A 39! Ein solches Lärmband, eine solche erneute (!) Zerschneidung sollte man nicht derart abtun. Der Landkreis Uelzen ist genug zerschnitten. Was zieht das alles furchtbares und krank machendes nach sich? Und ich glaube, gerade in Groß Hesebeck möchte man die Autobahn lieber doch eher nicht, oder?

Jörg Grützmann,

Oldenburg

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