Warum tritt er nicht zurück?

Leserbrief zu den andauernden Affären von Bundespräsident Christian Wulf:

Es ist doch erstaunlich, dass es immer noch weitere Unterstützung von Unionspolitikern für den in die Schlagzeilen geratenen Bundespräsidenten gibt. Herr Wulff hat sich in ein Gestrüpp von Problemen verheddert, aus dem er nicht mehr herauszukommen scheint. Seine unanständigen, möglicherweise nicht strafbaren, Verhaltensweisen sind keinesfalls zu akzeptieren. Warum handelt er nicht wie ein vornehmer Mann und tritt zurück. Das würde ihm Respekt verschaffen, den er im Amt nicht mehr hat. Hindert ihn seine öffenlichkeitsaffine Gattin, die dann sicher nicht mehr so häufig in der Regenbogenpresse zu finden wäre und keine kostenlose Galagarderobe mehr gestellt bekäme, daran?

Klaus Schlademann,

Uelzen

Alle, die jetzt meinen, ihren Dreckkübel über unseren Bundespräsidenten zu kippen, den sie lieber vor Ihrer eigenen Haustür entleeren sollten, besitzen nicht einmal so viel Kindergarten-Anstand, dass Amt des Bundespräsidenten mit Würde und Respekt zu achten. Flegelhafte Aussprachen, wie „der Wulf“ oder einfach nur „Wulf“, zeugen von Respekt- und Würdelosigkeit. Jeder einzelne, der jetzt hinlangt, als wäre er der große Moral-Zampano, hat Dreck am Stecken. Der eine weniger, der andere mehr. Da gibt es zum Beispiel den VW-Betrüger Hartz, den Millionen Steuerhinterzieher Zumwinkel oder die Bänker, die mal eben 100 Milliarden auf Steuerzahlers Kosten „verbrannt“ haben. Da kümmert sich kein Mensch drum. Oder ein Ex-Kanzler Schröder, der in seiner Amtszeit mit Putin seine Zukunft mit Gazprom geregelt hat: Lug und Betrug. Wenn auch beim Bundespräsidenten Wulf nicht alles korrekt war, diese ganze Kampagne gegen ihn war von Anfang an gesteuert. Wer auch immer das war. Arrogant, stümperhaft, respektlos und verwerflich nenne ich diese Aktion. Ein Land, das seinen Bundespräsidenten so vorführt, bedient sich der Lächerlichkeit.

Hans-Günther Bothe,

Bienenbüttel

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