Christina Deuter sorgt sich um die Sauberkeit in Uelzen / „Unendlich viele traurige Beispiele“

„Warum immer gleich Gutachten?“

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(Symbolbild)

Zur Sauberkeit in ihrer Heimatstadt schreibt Christina Deuter aus Uelzen:

In unserer Tageszeitung lese ich seit Monaten sehr viel über zukunftsweisende Projekte, die verstärkt Touristen nach Uelzen holen sollen. Gutachter will man einsetzen, um den Bedarf, die Kosten und somit die erfolgreiche und finanzielle Machbarkeit dieser Projekte zu ermitteln. Natürlich wünsche ich mir einen modernen Fortschritt für unsere Stadt. Aber ich frage mich, warum immer gleich ein Gutachten? Wofür haben wir hoch bezahlte Dezernenten und ein 39-köpfiges Ratsteam?

Ich lebe seit 1944 in dieser Stadt, fühle mich hier sehr wohl. Es gibt für mich persönlich ein hervorragendes Kulturangebot (vom Kino über das Theater an der Ilmenau, Kleinkunst im Schamuhnschen Speicher, ein tolles Museum bis hin zum Open-Air-Festival). Dazu kommt eine unbeschreiblich schöne Fluss- und Naturlandschaft in Uelzen und in seiner Umgebung.

Ich unterstütze, seit ich denken kann, die Uelzener Geschäftswelt, weil ich hier alles bekomme, was mein Herz begehrt. Ich bestelle nichts über das Internet.

Aber bevor wir großartige Projekte ins Leben rufen, um die Attraktivität zu steigern, sollte man zunächst im Kleinen für die Attraktivität unserer Stadt sorgen. Ich kann die Stadt Uelzen und alle Verantwortlichen nur inständig bitten, endlich ausreichende Mittel in den Haushalt einzustellen, um die Sauberkeit unserer Stadt, insbesondere die Grünanlagen, nicht mehr länger verkrauten und vermüllen zu lassen ... Der Anblick ist nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger erschreckend, sondern auch für die Touristen! Als Radfahrerin beobachte ich seit einem Jahr, dass unsere Stadt von Tag zu Tag mehr verdreckt.

Ich fahre täglich durch die Veerßer Straße, die Bahnhofsstraße, die Gudesstraße, die Lüneburger Straße und die Sternstraße sowie durch die vielen kleinen Nebenstraßen. Ich bin tief betroffen über den Müll, der sich dort ansammelt ... Schlimm ist auch der Zustand rund um die Container für Glas und Papier am Königsberg und in Veerßen. Berge von Sperrmüll findet man hier vor. Schlimm ist insbesondere auch der Zustand sämtlicher Grünanlagen der Stadt Uelzen. Sie sind total verkrautet und vermüllt ...

Kommt man als Tourist vom Bahnhof und stößt auf das rote Schild „Der Weg in die Stadt“ bietet sich hier ebenfalls ein grauenhaftes Bild. Auch der Vorplatz der Post ist mit unzähligen Zigarettenkippen bestückt sowie fast alle Buswartehäuschen, trotz der Mülleimer. Es gibt noch unendlich viele traurige Beispiele.

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