Warum diese Eile?

Bei der jüngsten Schulausschusssitzung wurde gegen eine Schließung der Grundschule Veerßen protestiert. Alfred Fahldieck regt in seinem Leserbrief dazu an, zunächst zu klären, wie viele Eltern überhaupt einen Ganztagsbetrieb nutzen würden. Foto: Schossadowski

Zur Berichterstattung über die Sitzung des Uelzener Schulausschusses (AZ, 12. Juli) zur Umgestaltung der Schullandschaft schreibt Alfred Fahldieck aus Uelzen:.

Es war gut, dass die Schulausschusssitzung den Eltern und Bürgerinnen die Möglichkeit gegeben hat, ihre Sorgen und Fragen mitzuteilen. Aber warum soll bereits am 21. Juli eine Infoveranstaltung stattfinden? Bis dahin haben die Fraktionen bestimmt noch nicht ihre Meinung gefasst, sofern sie die Argumente vom 10. Juli mit einbeziehen wollen. Wahrscheinlich werden bei dieser Info von der Verwaltung die gleichen Zahlen gebracht wie bei der Schulausschusssitzung. Warum überhaupt diese Eile?

Im Übrigen ist es sehr erstaunlich, dass in der Arbeitsgruppe keine Empfehlungen zu einer wichtigen Problematik erarbeitet worden sind, wenn tatsächlich Schulen geschlossen werden. Wo kommen die Kinder dann hin? Werden ganze Klassenverbände in eine andere Schule geschickt oder werden diese Klassen auch noch aufgeteilt? Wir reden hier von Grundschulkindern. Auf der Schulausschusssitzung konnte diese Frage nicht beantwortet werden.

Ich denke, der Arbeitskreis muss sich erst einmal mit den wichtigen Fragen selbstständig beschäftigen und nicht die Vorgaben bezüglich des Fragekatalogs und der merkwürdigen Bewertungskriterien der einzelnen Varianten der Verwaltung kritiklos hinnehmen. So wird auch immer auf den Zukunftsvertrag verwiesen, um die Ganztagsschule als oberstes Gebot zu sehen. Dabei steht im Zukunftsvertrag das kleine, aber nicht unwesentliche Wort: „z.B.“ – als Verbesserung des Bildungsangebots z.B. durch Ganztagsschulen. Natürlich brauchen wir diese – aber wie viele Eltern davon Gebrauch machen wollen, ist noch nicht einmal geklärt.

Also meine Damen und Herren VolksvertreterInnen, verschieben Sie die sogenannte Infoveranstaltung, bis alle Unklarheiten beseitigt sind und wir auch von Ihnen öffentlich hören, was Sie wollen.

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