Vorsätzliche Diffamierung

Reaktion auf Leserbrief von Borvin Wulf „Wie viele sind an Schmierereien vorbeigelaufen?“, AZ 24 November:.

Wieder so ein „Geschreibsel von „Wulf“. Kein anderer stellt seine persönlichen Animositäten gegenüber unserem Bürgermeister, Otto Lukat, so öffentlich dar wie er. Weil gerade nichts anderes anliegt, müssen wieder einmal die Nazizeit-Argumente herhalten. Als Bürger dieser Stadt sehe ich, wie andere, Nazi-Graffiti und sie stören. Sie werden wahrgenommen und man geht nicht gedankenlos an ihnen vorüber, wie ein Wulf einfach annimmt. Daher kann man die Gruppe Personen nicht genug unterstützen, die sich gegen „Rechts“ einsetzt und in gebündelter Aktion solche Schmierereien entfernt. Für den Einzelnen ist dies schwierig, wenngleich man es auch möchte. Auch ein Wulf hätte sie entfernen können.

Ich bin erstaunt, mit welch‘ einer Selbstverständlichkeit Wulf Bürgern dieser Stadt ein gleichgültiges Verhalten bezüglich der Nazi-Vergangenheit und des Wiederauferstehens solcher Gruppen unterstellt.

Noch heute bin ich mit ehemaligen jüdischen noch lebenden Uelzer Bürgern, zum Beispiel mit den Horwitz-Geschwistern, wie auch mit einigen Nachfahren unserer ehemaligen jüdischen Mitbürger, befreundet. Sie sind bei mir zu Hause wie ich bei ihnen. Otto Lukat ist in diesen Kreis, der persönlichen Gedankenaustausch, Treffen sowie Korrespondenz beinhaltet, mit einbezogen. So kenne ich sein Verständnis gegenüber dem jüdischen Volk und anderen Verfolgten sehr gut. Deshalb bei Herrn Lukat anzuzweifeln, dass er die Zeit des Nationalsozialismus und ihre Folgen sowie das Wiederauferstehen solcher Gruppen nicht versteht, ist eine vorsätzlich auf Diffamierung abgezielte Unterstellung, die ihres Gleichen sucht.

Ich frage mich auch, ob Rolf Becker, das Statement routinemäßig ausgesprochen hat, wie das bei solchen Anlässen oft der Fall ist, oder ob er wirklich befremdet war, weil gewisse Personen ihn vorher beeinflusst haben, oder ob dies nicht auch wieder eine Spekulation von Borvin Wulf ist. Otto Lukat ist wirklich nicht verpflichtet, sein privates Tun öffentlich zur Schau zu stellen, damit auch ein Herr Wulf zufriedengestellt ist. Simple Menschen tun so etwas, Leute mit Stil nicht.

Christa Siems,

Uelzen

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