Völlig absurde Ängste

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Vor Unwahrheiten im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Wölfen warnt Ilsabe Gröfke.

Zur Berichterstattung über die Ausbreitung des Wolfs im Kreis Uelzen und Angriffe auf Nutztiere (AZ vom 31. Dezember) schreibt Ilsabe Gröfke aus Uelzen:

Seit langem verfolge ich die Diskussion um den Wolf und habe mich bisher zurückgehalten. Die Polemik erreicht allerdings ein Niveau, das nicht unkommentiert bleiben kann. Den Lobbyisten, die den Wolf verklären, mag ich nicht angehören, fasziniert und begeistert von diesem Tier bin ich.

Das Interesse von Landwirten und Weidetierhaltern ihre Rechte zu vertreten, kann ich nachvollziehen. Was nicht nachvollziehbar und nicht legitim ist, ist völlig absurde Ängste zu schüren. Wovor soll der Bürger denn geschützt werden? Vor Wolfsrudeln, die gut organisiert durch die Orte ziehen und Menschen anfallen? Wenn das Realität wäre, dürften Länder wie Rumänien, die immer mit Wölfen gelebt haben, nahezu entvölkert sein.

Viele der sogenannten Gegner verbreiten schlicht Unwahrheiten. Wo sind sie denn, die vielen Zwischenfälle? Insbesondere der Mensch, der angegriffen wurde? Ich bedauere, dass es so schwer zu sein scheint, eine realistische und sachliche Diskussion zu führen, stelle aber häufig fest, dass, wenn die Polemik Oberhand gewinnt, belegbare Fakten nicht vorhanden sind.

Zu dem Thema meint Udo Zimmermann aus Kerpen:

Der Wolf ein heiliges Ökotier. Wolfsberater verkleistern die Objektivität. Also, mir reicht‘s. Wer deckt denn Wölfen und anderen Tieren den Tisch? Wer pflockt unsere ach so geliebten Nutztiere denn gerne an? Wer schmeißt denn jeden erdenklichen Abfall in die Gegend, auch Essbares? Wer sorgt denn dafür mit seinem ignoranten, desinteressierten und der Natur insgesamt schadenden Handeln, dass Tiere uns folgen und sich an dem von uns gedankenlos angerichteten Büfett erfreuen?

Wir selber sind der Grund. Wir sollten uns an unsere eigene Nase fassen und mal überlegen, was wir tun.

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