Verstümmelte Wegränder

Zum Artikel vom 11. Oktober „Lieber Kartoffeln als Nudeln“:

Wenn Herr Riggert als Kreislandwirt darauf hinweist, dass Stoppel erwünscht ist aber die Bedienung an den zum Abtransport gelagerten Haufen als Diebstahl zu bezeichnet ist, so hat er zweifelsohne Recht. Mit der selben Begründung müsste Herr Riggert aber sein Kollegen einmal darauf hinweisen, dass die unerlaubte Ausdehnung der Felder, den gleichen Tatbestand erfüllen könnte. Die Grenzen der oft im öffentlichen Eigentum stehenden Wegseitenräume werden einfach ignoriert, die Wegseitenränder und auch Gewässerrandstreifen werden von einigen Landwirten bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, Bilder stelle ich gerne zur Verfügung. Wo einstmals blühend Raine als Lebensraum und Nahrungsbiotope für viele Pflanzen-und Tierarten existierten, haben Eggen und Pflüge ihre ganze zerstörerische Arbeit geleistet. Darauf sollte der Herr Kreislandwirt einmal hinweisen und nicht dem Verbrauchern empfehlen Kartoffeln statt der „teuren Nudeln“ zu kaufen. Abgesehen davon, dass die Wahl Kartoffeln/Nudel eine subjektive Geschmacksfrage ist, scheint Herr Riggert völlig zu übersehen, dass auch die „teuren Nudeln“ aus Produkten der Landwirtschaft hergestellt werden.

Fritz-Alf Buchholz

Wriedel

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