Versprechen mehrfach gebrochen

Zur Enttäsuchung an der Holdenstedter Grundschule über die Stadt Uelzen:

Vor etwas mehr als 2 Jahren wurde auf Drängen der Lehrer, Eltern und Schüler der Grundschule Holdenstedt, endlich die Sanierung des Schulhofgeländes in Angriff genommen.

Hierzu sei angemerkt, dass der Schulhof in Holdenstedt seit den 70er Jahren des letzten Jahrtausends keine umfassende Sanierung erhielt. Um diesen nicht mehr zeitgemäßen Schulhof umfassend zu sanieren, haben die Schülerinnen und Schüler eine Zukunftswerkstatt unter der Leitung von Frau Chlechowitz durchgeführt. Alle entsprechenden politischen Gremien und die entsprechenden Ausschüsse sind an den Planungen beteiligt worden. Von der Verwaltung gab es grünes Licht, dass die Arbeiten demnächst beginnen können.

Nur der Begriff „demnächst“ stellt sich folgendermaßen dar:

Im Herbst 2009 wurden alle Bäume und Sträucher auf dem Schulhof entfernt, um im Frühjahr neue anpflanzen zu können. Leider blieb es nur bei einem Versprechen, angepflanzt wurde nichts.

Im Sommer wurde die Erneuerung der Rasenspielfläche mit der geplanten Umgestaltung versprochen. Wieder geschah nichts. Daraufhin haben auf Initiative der Eltern einige Landwirte aus dem Ort und eine ortsansässige Firma mit einem Bagger die Arbeiten übernommen und mit Eltern sowie Großeltern die Fläche zur Aussaat des Rasens vorbereitet. Die Stadt hat dann 14 Tage nach der Gemeinschaftsaktion den Rasen gesät, welcher anschließend als Hirse enttarnt wurde. Die Schulleiterin hat einen Rasensprenger privat besorgt und Eltern haben die Bewässerung der Fläche in den Sommerferien auf eigene Kosten übernommen, denn die Stadt hatte das nicht eingeplant. Nur wann soll auf einem Schulhof Rasen wachsen, wenn nicht in den 6 Wochen der Sommerferien?

Lediglich das Zugangstor für die Kinder wurde kurz vor Schulbeginn verlegt. Bis dato gab es nur die Einfahrt und die Kinder mussten zwischen den ein- und ausfahrenden Autos den Schulhof betreten.

Es wurde jedoch eine entsprechende Beleuchtung vergessen, aber der Zugang wurde ja auch im Sommer gebaut, da scheint ja schon die Sonne zum Schulbeginn. Nebenbei bemerkt, wir reden über eine Grundschule mit ca. 130 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren.

Um die Rasenfläche endlich auch als Fußballplatz benutzen zu können, hat der Schulelternverein der Grundschule Holdenstedt e.V. der Stadt Uelzen 4.000 Euro zur Verfügung gestellt, damit ein Ballfangzaun und 2 kleine Tore beschafft und aufgestellt werden können. Der Ballfangzaun wurde nach einer erneuten Anfrage beim Grünflächenamt vor ca. 5 Wochen von einer Fachfirma aufgestellt. Die Kleinfeldtore wurden jedoch bisher nicht aufgestellt. Auf eine erneute Anfrage bei der Leiterin des Grünflächenamtes und des Leiters des Gebäudemanagements der Stadt Uelzen, wurde die Aufstellung der Fußballtore während der Herbstferien verbindlich zugesichert. Leider gab es traurige Kinderaugen, als nach den Ferien keine Tore vorgefunden wurden.

Es ist unglaublich, wie wir als engagierte Eltern von der städtischen Verwaltung mit leeren Versprechungen in unserem Bemühen hingehalten, um einen überfälligen Investitionsstau an der Grundschule in Holdenstedt ein wenig zu lindern. An der Finanzierung, auf die immer verwiesen wird, kann es in diesem Fall nicht liegen. Ansonsten hätten die verantwortlichen Politikern nicht 80.000 Euro für die Erstellung eines Mehrgenerationenspielplatzes in den Ilmenauwiesen bewilligt. Mit diesem Geld könnte man an zahlreichen Grundschulen in der Stadt moderne Spielgeräte aufstellen, damit in den Pausen die im Unterricht angestaute und überschüssige Energie unserer Kindern abgeleitet werden kann.

Dem Leiter des Gebäudemanagements, der Leiterin des Grünflächenamtes und letztlich unserem Bürgermeister lege ich ans Herz, die gegenüber den Kindern gegebenen Versprechen endlich auch einzuhalten. Es ist mittlerweile unerträglich, dass die Politik getroffene Zusagen nicht einhält - unsere AZ ist voll davon.

Michael Burmeister, Elternverein der GS Holdenstedt e.V.

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