Leserbrief

Verbissschäden durch Schalenwild

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Hohe Bestände an Schalenwild, zu dem auch Rehe zählen, führen zu vermehrten Verbissschäden im Wald. 

Zu dem Artikel „Wolf verängstigt Rotwild“ (AZ vom 5. Januar) und den Leserbriefen von Herrn Alpers und Herrn Feck (AZ vom 9. Januar) schreibt Birgit Schmidt aus Waddeweitz:

Der Landesjagdbericht Niedersachsen von 2015/2016 (Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) erwähnt einen Anstieg der Jagdstrecke bei allen Schalenwildarten (exklusive Muffelwild, das in einigen Teilen Norddeutschlands angesiedelt wurde und hier im Flachland sein arttypisches Fluchtverhalten auf felsige Bereiche nicht ausüben kann).

Die Rotwildstrecke verzeichnet einen Anstieg um elf Prozent. Damit hat sich die Rotwildstrecke in den letzten 60 Jahren nahezu verdreifacht. Hohe Schalenwildbestände führen zu vermehrten Verbiss- oder Schälschäden im Wald, diesem wird mit Einzäunungen großer Flächen begegnet.

Laut Bundeswaldinventur 3 für Niedersachsen (Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Der Wald in Niedersachsen“) sind allein in Niedersachsen zur Verhinderung von Verbiss- und Schälschäden 15 000 Kilometer Zaun im Wald (größer als der Gesamtumfang Europa) errichtet. Dieses repräsentiert eine Investition von deutlich über 100 Millionen Euro (Material, Auf- und Abbau, Instandhaltung, Entsorgung). Die Kosten für wolfsabweisende Maßnahmen betrugen 2016 gut 31 1600 Euro sowie 22 800 Euro Ausgleichszahlung.

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