Leserbrief

200 Mal das Verb „töten“

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Horst Seehofer (CSU) eckte gleich nach seinem Start als Bundesinnenminister mit einer Abgrenzung vom Islam an – der Protest war groß.

Den Beitrag „Seehofer eckt mit Islamkritik an“ (AZ v. 17. März) kommentiert Karl Jongeling aus Uelzen:

Unser erster Bundespräsident, Theodor Heuß, hat einmal gesagt, Europa stehe auf drei Hügeln: 1. dem Areopag= Athen=Demokratie; 2. dem Kapitol = Rom= Rechtsstaat; 3. Golgatha=Christentum= Nächstenliebe + Aufforderung zur Gewaltlosigkeit.

Mekka=Koran=Islam gehört nicht dazu. Es gibt kein islamisches Land mit einer echten Demokratie, und von einem Rechtsstaat kann dort auch nicht die Rede sein. Für gläubige Muslime, insbesondere die Salafisten, gelten nicht die von Menschen beschlossenen Gesetze, sondern nur die auf dem Koran basierende Scharia. Erst recht nicht akzeptieren sie die Aufforderung zur Gewaltlosigkeit, und auch da berufen sie sich wieder auf den Koran, in dem das Verb töten in der Befehlsform 200 Mal vorkommt. Die muslimische Autorin Zana Ramadani schrieb am 8. April 2017 in der SonntagsZeitung des Tagesanzeigers: „Keine andere Religion bringt so viele Mörder hervor wie der Islam.“

Das nicht immer vorbildliche Christentum hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder reformiert; der Islam befindet sich jedoch immer noch im Mittelalter. Würden die Glaubensautoritäten der Al-Azhar-Universität in Kairo und in Mekka zumindest die „Gewaltsuren“ des Korans für nichtig erklären, dann könnte auch der Islam zu Deutschland gehören. Sie aber sagen, am Koran als dem direkten Wort Allahs dürfe nicht eine Silbe verändert werden. Da kann man lange auf eine islamische Reformation hoffen.

Und die mehr als drei Millionen Muslime allein in Deutschland? Gehören sie nicht zu Deutschland, zu Europa? Selbstverständlich gehören sie zu uns, wenn, ja wenn für sie die Religion eine Privatsache ist und sie die Werteordnung unseres Grundgesetzes über die Scharia stellen. Wer aber vom Islam insgesamt sagt, diese Religion gehöre zu uns¸ der ist naiv. Er müsste nur den Koran mit allen seinen „Gewaltsuren“ lesen.

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