AZ-Leserbriefe

„Unfassbar schnelle Politiker“

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„Unsere Politiker arbeiten derzeit hocheffizient“, findet AZ-Leser Norbert Blazytko aus Nateln.

Zur AZ-Berichterstattung über die aktuelle Lage rund um das Coronavirus erreichten die Redaktion folgende Zuschriften:

Es ist doch ganz erstaunlich, welche Erkenntnisse uns so ein Virus ermöglicht.

Glaubten wir in der Vergangenheit doch ganz sicher zu sein, dass unsere Politiker „zu allem fähig – aber zu nichts im Stande sind“ und im übrigen nur eine träge Masse darstellen, die nur die Wünsche der Lobbyisten befriedigen. So können wir nun vollkommen überrascht feststellen, dass diese Politiker durchaus auch „ganz anders können“. Nämlich hocheffizient und obendrein auch noch unfassbar schnell und vernünftig auf bedrohliche Situationen reagieren.

Danke, liebe Politiker dafür! Und danke auch dafür, dass Ihr dafür in Kauf nehmt, später einmal (leider ganz sicher!) schwere Kritik für die Maßnahmen zu bekommen, die sich später als fehlerhaft herausstellen. Kein Mensch und auch kein Computerprogramm kann in einer solchen Situation – für die es praktisch keinerlei Erfahrungswerte gibt – nur richtige Maßnahmen in die Wege leiten.

Und danke auch Ihr lieben Mitmenschen, dass Ihr die Maßnahmen der Politiker als angemessen anseht. Hoffentlich erinnert Ihr Euch auch später wieder an Eure Zustimmung, wenn der Coronavirus überwunden ist und dessen furchtbaren Folgen sichtbar werden. Lasst diese jetzt handelnden Politiker dann „nicht im Regen stehen! Und lauft dann keinen „Rattenfängern“ nach, die heute keine Fehler machen, weil sie nämlich schlichtweg nichts machen.

Natürlich könnte manches anders gemacht werden, als dies im Übereifer angeordnet wurde. Zum Beispiel könnte man den Abfallwirtschaftsbetrieb Borg geöffnet lassen, weil dort der Betrieb praktisch gefahrlos für alle gestaltet werden kann bzw. schon ist. Und Bürger, die jetzt mangels anderer Beschäftigung zu Hause Ordnung schaffen wollen, könnten das tun und hätten erst einmal keine Langeweile mehr und positive Erlebnisse.

Vielleicht könnte man auch Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, die durch die Folgen des Coronavirus unterbeschäftigt sind, „auf dem kleinen Dienstweg“ zur freiwilligen Mitarbeit in vollkommen anderen Bereichen animieren, die grade in der Arbeit „ersaufen“. Wie dies zum Beispiel bei der Arbeitsagentur, den Gesundheitsämtern und einigen Ordnungsamtsbereichen der Fall sein dürfte.

Und man könnte auch den Landwirten helfen, wenn man Asylbewerbern diese Hilfeleistung ermöglichen würde. Damit wären gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“… Womöglich sind selbst diese kleinen Vorschläge schon „kalter Kaffee“, weil schon die Fachpolitiker an der Umsetzung arbeiten. Selbst das ist durch das Virus nicht mehr undenkbar!

Norbert Blazytko, Nateln

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„Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“. Das müssen wohl die Vorahnungen der Minister Schäuble und Scholz gewesen sein. Jetzt wird Geld locker gemacht, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. So weit, so gut. Wie können wir kleinen Bürger nun einen Beitrag leisten, um anstehende Pleiten unserer hiesigen Firmen abzuwenden? Man könnte, sobald wieder kleine Geschäfte vor Ort geöffnet haben, seine Einkäufe hier erledigen und das Internet mal links liegen lassen! In Zeiten des Online-Banking könnte man seinem Friseur oder Lieblingsrestaurant ganz unkonventionell einen kleinen Betrag überweisen. Niemand spricht in diesen Tagen davon, dass wir doch jetzt eigentlich etwas mehr im Portmonee übrig behalten, oder?

Marlies Dierken, Bienenbüttel

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder.

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