Unfälle vorprogrammiert

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Auf diesem Zebrastreifen an der Gudesstraße könnten Fahrradfahrer demnächst Vorrang vor dem Kraftverkehr haben – AZ-Leserin Imke Plaggemeyer warnt davor. Foto: Kahl

Imke Plaggemeyer aus Uelzen schreibt zum Bericht „Uelzen wird fahrradfreundlicher“ (AZ, 12. September):.

Liebe Mitglieder des ASUB, dass das Fahrradfahren in Uelzen an vielen Stellen erschwert wird, sehe ich als täglich durch Uelzen Radelnde genauso (z. B. Kopfsteinpflasterung in einem Teil der Achterstraße, Blumenkübel in den Marktstraßen – in den Niederlanden gibt es an solchen „Autobremsen“ extra Spuren, die rechts an den Hindernissen vorbeiführen).

Dabei komme ich auch täglich aus verschiedenen Richtungen im Bereich Ratsteich/Gudesstraße vorbei. Dort eine „Rennbahn“ für Radfahrer zu eröffnen, halte ich für absolut kontraproduktiv. Da sind Unfälle doch vorprogrammiert.

Hier die Crash-Punkte auf der von Ihnen genannten Strecke von der Niendorfer Straße zum Ilmenauufer:

• Albertstraße: fast egal, aus welcher Richtung – die Autos haben dort Vorrang (Niendorfer runter = rechts vor links, Niendorfer rauf = Querverkehr der Albertstraße aus beiden Richtungen).

• Hammersteinparkplatz: querende Fußgänger vom/zum Parkplatz und Ratsteich, zudem schlechte Sicht durch Buschwerk.

• Gudesstraße: Radfahrer und Fußgänger fahren die Straße entlang. Letztere queren den Radweg, um den Zebrastreifen zu nutzen, teils ohne sich nach hinten umzuschauen. Nun noch die rasenden Radfahrer Richtung Ilmenauufer...

Wie groß müssen die Hinweisschilder werden, die Radfahrer und Fußgänger vor den kreuzenden Radfahrern warnen? Und wie groß die für die Autofahrer, die selbst beim absteigenden Radfahrer nicht immer halten beziehungsweise dem nicht absteigenden Radler den Vogel zeigen? Oder wird die Aufpflasterung der Straße so hoch, dass die Autos tatsächlich nur im Schritttempo dort fahren können? Warum nicht gleich ein Tunnel oder eine Brücke?

Anstatt die eine oder andere Gruppe zu benachteiligen, sollte auf mehr Miteinander gesetzt werden. Jeder sollte seine Augen auf die Straße und den Verkehr richten und nicht während des Fahrens auf dem Handy tippen oder damit telefonieren.

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