Leserbrief

Umdenken dringend nötig

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Der letzte Träumer sollte laut Leser Henner Kopp angesichts der hohen Anzahl Wolfsrisse endlich die Augen öffnen. Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltern sei nicht möglich.

Zu dem Artikel „Die Problemwölfe müssen raus“ (AZ vom 10. Dezember) schreibt der Leser Henner Kopp aus Emern:

Ohnmächtig und verständnislos konnte ich in der Wochenendausgabe der AZ wieder lesen, dass trotz eines zwei Meter hohen Wildschutzzaunes Wölfe 20 Stück Damwild getötet haben. Trotz Beteuerungen unserer vermeintlichen Wolfsbefürworter, nach deren Aussage Zäune dieser Art als wolfssicher gelten, mussten die Nutztierhalter sich eines Besseren belehren lassen. Warum auch sollte sich ein Wildtier wie der Wolf auf mühsame Jagd nach kranken und schwachen Tieren in freier Wildbahn machen, wenn das gute doch so nahe und bequem zu erhaschen ist.

Die Tatsache, dass das Gatter in unmittelbarer Nähe menschlicher Wohnbebauung liegt, sollte jetzt dem letzten Träumer die Augen öffnen und zu der Erkenntnis führen, dass ein Umdenken zwingend geboten ist. Ich wurde beim Lesen dieses und auch der zuvor veröffentlichen Berichte nicht den Eindruck los, dass hier auf Kosten einer blinden und weltfremden Ideologie die Existenz vieler Nutztierhalter geopfert wird. Spätestens jetzt sollte doch jedem Wolfsanbeter klarwerden, das in unserem dicht besiedelten Land der Wolf sich nicht an jene Regeln hält, die seine Befürworter uns täglich versuchen einzuflößen. Eine friedliche Koexistenz zwischen Nutztierhaltung und Wolf kann und wird es so nicht geben. Der Wolf gehört hier nicht her, er hat seine Lebensberechtigung am und hinter dem Ural, nicht hier.

Ist es den gewählten Volksvertretern egal, was in eingefriedeten Gattern und Gehegen für ein Gemetzel stattfindet, wenn der Wolf leichte Beute hat und ihm die dort hilflosen Tiere schutzlos ausgeliefert sind? Haben die gewählten Volksvertreter einmal daran gedacht, diese Bilder von gerissenen Tieren ihren Wählern zu zeigen? Wo bleibt der Aufschrei unserer Tierschützer?

Ich kann nicht nachvollziehen, dass wegen so einer verblendeten Politik viele Existenzen von Nutztierhaltern bedroht sind und die schweigende Mehrheit das einfach so hinnimmt. Hoffentlich erkennt das alsbald die Politik, damit der Wähler diesen Irrweg bald beenden kann.

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