Ist Uelzen dem Untergang geweiht?

Ein Uelzer schreibt Leserbrief zur Douglas-Bande: Selbst die AZ titelt „was wir in Uelzen zulassen“. Eine selten mutige Überschrift, bezieht sie doch beinahe Partei. Was lassen wir eigentlich zu? Eines weiß ich genau: ich bin in Uelzen geboren und habe hier schöne Jahrzehnte erlebt. Immer wieder die kleinen oder größeren Probleme mit Ausländern aber auch mit „uns“ selbst, wenn man mir diese Verallgemeinerung mal erlaubt. Nur, was geschieht seit einigen Monaten? Da gibt es offenbar jungendliche Migranten, die Straftaten begehen, bis hin zum „Beinahe- Totschlag“. Was kommt dann? Die Familien scheinen dahinter zu stehen oder gut organisiert zu sein. Was kommt danach? Was lassen wir also zu? Offenbar lassen „wir“, wer auch immer das sein mag es zu, dass Zeugen manipuliert, bestochen und bedroht werden. Offenbar lassen „wir“ es zu, dass infolge einer Gerichtsverhandlung bzw. eines Verfahrens Sachgegenstände von Zeugen massiv beschädigt werden. Wir lassen es offenbar auch zu, dass sich mafiöse Strukturen bzw. deren Ausläufer verfestigen, wenn sie dies nicht schon sind. Die Reaktionen sind a-typisch: einige neutrale, durchaus demokratische Meinungen in Bezug auf die geltende Rechtssprechung, die große Summe besticht jedoch einerseits durch rassistische Kommentare, andererseits durch Stimmungsmache und dem Sympathisieren mit den Tätern. Was wird die Konsequenz sein? Werden Reißleinen gezogen und entsprechende Urteile gefällt, organisieren sich Uelzens Bürger endlich einmal, oder ist diese Kleinstadt dem Untergang geweiht? Beziehen wir uns auf unsere moralischen und durchaus patriotischen Gefühle? Beziehen wir uns überhaupt auf irgendwas und lernen wir daraus Konsequenzen zu ziehen? Werden uns dabei unsere friedliebenden, ausländischen Mitbürger unterstützen? Ich will und ich werde mich wehren. Aber alleine habe ich keine Chance. Ich hoffe, dass die Uelzer ihre Trägheit mal überwinden. Fred Kämpfer, Uelzen

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