Meinung zu Impfverordnung und Prioritätensetzung

Leserbrief: Wer denkt an die Pflegebedürftigen zuhause?

In den eigenen vier Wänden werden zwar die meisten Menschen gepflegt, doch beim Impfen werden sie und ihre Angehörigen fast vergessen, kritisiert Ingeborg Wollek.
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In den eigenen vier Wänden werden zwar die meisten Menschen gepflegt, doch beim Impfen werden sie und ihre Angehörigen fast vergessen, kritisiert Ingeborg Wollek.

Ist die Impfverordnung und die Prioritätensetzung darin wirklich gerecht?

Seit Wochen beschäftige ich mich mit einer Frage, auf die bis jetzt keine Antwort zu finden ist: Die Bewohner der Alten- und Pflegeheime sowie das Pflegepersonal erhalten eine Corona-Impfung unabhängig vom Alter.

Die Statistik sagt aus, dass etwa zwei Millionen Pflegebedürftige mit zum Teil hohen Pflegegraden zu Hause leben. Sie werden von ihren Angehörigen mit Unterstützung von ambulanten Pflegediensten betreut, was einen physischen wie auch psychischen Einsatz abverlangt. Das Leben zu Hause bringt dem zu pflegenden Familienmitglied einen Lebenswert und wird von diesem dankbar angenommen.

Und nun die Frage: Warum wird sowohl dieser Personenkreis, der auch oft eine gesundheitliche Einschränkung – Risikopatienten – hat als auch die oder der Pflegende nicht zeitgleich geimpft? Mit welchem Maß wird da gemessen? Und wer ist in der Lage, mir hierzu konkrete Antworten zu geben? Ingeborg Wollek, Uelzen

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