AZ-Leserbrief

„Uelzen bietet schlimmes Bild“

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AZ-Leserin Christina Deuter schickte diese Fotos aus Uelzen zusammen mit ihrem Leserbrief an die Redaktion.

Zur unsachgemäßen Entsorgung von Müll in der Hansestadt und zur AZ-Berichterstattung über die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren erreichte die Redaktion dieser Leserbrief:

Mit dem Ausklang des Jahres 2019 und dem Neubeginn 2020 kann sich die Stadt Uelzen in Bezug auf die Sauberkeit nicht sonderlich rühmen. Was nützt einmal im Jahr ein Müllsammeltag, wenn kurze Zeit später die Hauptstraßen in Uelzen wieder zugemüllt werden? Mühe müssen sich die Uelzener Bürger, die den Müll verursachen, kaum geben, denn die Menschen, die sich in Bezug auf die Sauberkeit der Stadt Uelzen nicht gerade vorbildlich verhalten, haben keinen Grund dafür, sich zu bessern, denn es gibt ja einmal im Jahr Menschen, die ihren Dreck aufsammeln. Der Müllsammeltag bewirkt gar nichts.

Ein weiteres Bild von AZ-Leserin Christina Deuter.

Nach wie vor bietet Uelzen ein schlimmes Bild. Ich habe das seit Wochen in der Greyerstraße und in der Veerßer Straße beobachten müssen. Der Mülleimer an der Bushaltestelle Schwimmbad quillt seit Wochen über mit Sperr- und Flaschenmüll. Der Unrat verbreitet sich so nach und nach auf dem Radweg. Ganz schlimm sieht es auch am Flaschencontainer am Königsberg aus. Sperrmüll in Massen liegt vor, hinter und auf den Containern. Der Mülleimer am Eingang zum Königsberg quillt ebenfalls über. Der Bereich in der Luisenstraße um die Flaschencontainer sieht ebenfalls grauenvoll aus. ...

Auch die von der Stadt angelegten Beete hinter der Uelzener Versicherung bis Ende Veerßer Straße sind vor der Winterzeit von der Stadt nicht vom Laub befreit. Die Anlieger haben zwar täglich ihren Gehweg und den Radweg saubergehalten. Da das Laub der vielen alten Bäume von den Beeten, ebenso auch nicht die dicken herunterfallenden Äste, entfernt wurden, weht der Wind ständig Laub und dicke Äste auf unsere Geh- und Radwege – was wir gerade vom Geh- und Radweg entfernt haben, auf die von uns stets sauber gehaltenen Flächen. Die kleinen Holzpoller rund um diese Poller verrotten an einigen Stellen, es wird nichts erneuert. Außerdem liegen sehr häufig Flaschenscherben auf den Wegen und ich als Radfahrerin habe mir schon einige Male meine Reifen kaputt gefahren, was nicht billig ist.

Nun frage ich mich: Wie ist es möglich, dass die Stadt nun noch die Straßenreinigungsgebühren erhöhen und für die gesamte Grundstücksfläche ansetzen will? Wir reinigen doch alle selbst unsere Geh- und Radwege. Die Wege auf und vor unserem Grundstück reinigt die Stadt doch gar nicht, warum sollen wir dafür zahlen? ...

Es gibt inzwischen viele Städte, wo die Menschen, wenn sie Unrat fallen lassen, hohe Geldstrafen zahlen müssen. Warum geht das nicht in Uelzen?

In der Silvesternacht wäre ein Taxifahrer in der Hauenriede fast in eine große Abfallkiste (Feuerwerksabfall, Flaschen) gefahren, die mitten auf der Hauenriede stehen gelassen wurde. Kann man nicht seinen Müll wieder mit nach Hause nehmen und dort in seinen Mülltonnen entsorgen? Ich möchte nicht wissen, was die Straßenreinigung für die Müllbeseitigung in der Silvesternacht gekostet hat. Das müssen wir Bürger, die sich vorbildlich in Bezug auf die Sauberkeit der Stadt verhalten, als Steuerzahler bezahlen, und das finde ich nicht mehr in Ordnung.

Christina Deuter, Uelzen

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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