Leserbrief: „Masken für alle“

„Bitte Masken für alle, eben auch im Klassenraum, dafür kürzere Unterrichtszeiten, weiterhin Halbierung der Klassengrößen, um den Abstand einhalten zu können“, fordern die AZ-Leser Jasmin und Dr. Oliver Lühring aus Uelzen. 
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„Bitte Masken für alle, eben auch im Klassenraum, dafür kürzere Unterrichtszeiten, weiterhin Halbierung der Klassengrößen, um den Abstand einhalten zu können“, fordern die AZ-Leser Jasmin und Dr. Oliver Lühring aus Uelzen. 

Zum kürzlichen Schulbeginn nach den Herbstferien in Niedersachsen schreiben diese Leser:

Das Virus nimmt Fahrt auf – und wir sitzen am Steuer, angestrengt, genervt, ausgelaugt, leider auch zunehmend ignorant. AHA plus L in aller Munde, täglich gepredigt, der einzig wirksame Schutzschild, die ersehnte Impfung in monateweiter Ferne. Also Prävention bitte – nicht sehr sexy, wie Professor Drosten richtig anmerkt.

Und was machen die Schulen? Oft kasernenhaft im Baustil, mit querlüftungsfernen Kippfenstern, dabei überfüllten Klassenzimmern und langen Gängen, in denen die Luft seit Schülergenerationen hin- und her-, aber nicht abzieht. Warum also werden die AHA-Maßnahmen von Herrn Kultusminister Tonne (spannend: bis 2017 niedergelassener Rechtsanwalt) nicht auch in den Klassenzimmern umgesetzt, gleichermaßen bei Schülern und Lehrern?

Bitte Masken für alle, eben auch im Klassenraum, dafür kürzere Unterrichtszeiten, weiterhin Halbierung der Klassengrößen, um den Abstand einhalten zu können.

Das Tragen einer Maske erfordert lediglich mehr Atemarbeit, Sauerstoff wird ausreichend aufgenommen, bei Unsicherheit leicht messbar über günstige, zuverlässige Sensoren für die Fingerspitze. Ist es nicht dringend an der Zeit, dieses kleine Opfer zu erbringen – für uns alle? Allemal besser als ein Lockdown, oder?

Irgendwann erreicht das Virus auch unsere scheinbare Idylle, ganz sicher. Und Spätfolgen einer Infektion sehen wir auch schon in Uelzen, verlässliche Statistiken werden erst noch kommen.

Daher bitte nachvollziehbare, konsequente Prävention, statt wieder einmal der Entwicklung hinterher zu hinken. Jasmin und Dr. Oliver Lühring, Uelzen

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