Über Impfungen in Arztpraxen

Leserbrief: „Wir kennen unsere Patienten“

Impfen gehöre für Hausärzte zu ihrem Alltag, und ihre Erfahrung sollte auch genutzt werden, schreibt Dr. Nils Franke.
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Impfen gehöre für Hausärzte zu ihrem Alltag, und ihre Erfahrung sollte auch genutzt werden, schreibt Dr. Nils Franke.

Zum Artikel „Niedersachsen testet Impfungen in Arztpraxen“ (AZ vom 24. Februar):

Mit Erstaunen verfolge ich die Diskussion, ob Hausärzte impfen und die Einrichtung eines Pilotprojekts in einer Hausarztpraxis in Niedersachsen.

Hält uns die Politik für derart inkompetent, dass mit immensem Aufwand und hohen Kosten sogenannte Impfzentren installiert werden? Vier Ärzte, Impfpersonal, Logistik sowie Anmietung der Uelzener Stadthalle für circa 220 Patienten täglich. Impfungen sind für uns Bestandteil des alltäglichen Praxisablaufes, saisonal sind es auch bis zu 1000 Grippeimpfungen. Vergütung: acht Euro pro Impfung.

Transport und, falls notwendig, müssten spezielle Lagerungsmöglichkeiten lediglich gestellt werden. Der Hausärzteverband hat der Politik die Bereitschaft der Ärzte bereits signalisiert. Vielleicht erfolgt auch deswegen jetzt eine Priorisierung des medizinischen Personals in der Impffolge.

Entscheidend ist aber, wir kennen unsere Patienten, und sie vertrauen uns. Gerade ältere Patienten signalisieren, mit der Impfung zu warten, bis ihr Arzt das darf. Angekündigt wird ausreichender Impfstoff im März. Ich hoffe, dass wir rechtzeitig eingebunden werden, um diese Aufgabe zu bewältigen. Unsere Patienten warten darauf, und nur darum geht’s. Dr. Nils Franke, Suhlendorf

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