Ticketkauf: Service sieht anders aus

Leserbriefe zum Artikel „Ticket-Verkauf ,gemeinsame Entscheidung‘ über den nur noch an Bahnhöfen möglichen Ticketkauf für Metronom-Züge, AZ vom 23. Juli:.

Ich gebe zu, nur sehr sporadisch Bahn zu fahren, aber mein jüngstes Erlebnis dürfte es wert sein, bekannt zu werden: Benötigt wurde eine Fahrkarte zu 26 Euro. Frohen Mutes habe ich den Automaten auf der Westseite des Bahnhofs in Bad Bevensen gefüttert. Der erste Zehn-Euro-Schein wurde gnädig akzeptiert, der zweite nicht mehr, er wurde wieder ausgespuckt. Und wenn ich schreibe ausgespuckt, dann meine ich auch ausgespuckt: Der verweigerte Schein landet nicht etwa hinter der Klappe, er kommt vielmehr ungeschützt zurück, einfach so in die Luft. So, der nächste zehn Euro Schein fand auch keine Gnade vor dem Automaten, er kam zurück, weitere zwei 20-Euro-Scheine ebenfalls. Aber: Der erste Zehn-Euro-Schein war ja nun vom Automaten akzeptiert, wie bekommt man ihn zurück? Ganz einfach (denkt man), man drückt die Taste „Abbruch“. Aber der Schein kommt nicht zurück, lediglich ein Gutschein über zehn Euro. Dieser ist einzulösen bei Metronom in Uelzen (Benzinkosten von Bevensen nach Uelzen und zurück etwa fünf Euro). Schön, da der Zug bald kommen soll, auf zum Bahnhof Ost zum dortigen Automaten. Doch leider, leider, der nimmt überhaupt keine Scheine. Aber, das, was man früher Fahrkartenschalter nannte, ist ja im Bahnhofsgebäude vorhanden und sogar offen. Hier kann man ohne Mehrkosten eine Fahrkarte erstehen. Jedoch: „Mit Metronom haben wir nichts zu tun, den Gutschein können wir nicht einlösen!“ Immerhin, ein Anruf am Abend bei Metronom hatte das Ergebnis, dass man mir die zehn Euro überweisen wollte. Fazit: Der Spaß beim Kauf einer Metronom Fahrkarte ist unermesslich.

Sigrid Köhler-Reumann,

Bad Bevensen

Eigentlich wäre es ein echt schöner Sonntag gewesen, wenn wir als Transportmittel nicht die Bahn (Metronom) benutzt hätten. Aber das Unglück nahm seinen Lauf, als ein Freund und ich am 29. Juni meinen Bruder in Lüneburg besuchten. Am Sonntag sollte es dann noch aufs ZZ TOP-Konzert nach Hamburg gehen. Mein Bruder hatte die Karten besorgt, die auch die Bahnfahrt mit dem HVV beinhalteten. Die Hinfahrt ging glatt vonstatten. Danach zurück zum Bahnhof und um circa 23.45 Uhr gerade noch rein in den Metronom, der über Lüneburg nach Uelzen fahren sollte. Zwischen Hamburg und Winsen habe ich die Zugbegleiterin des Metronoms aufgesucht und ihr mitgeteilt, dass wir zwei Verlängerungstickets nach Uelzen brauchen. Und damit ging das Elend los! Die Dame teilte uns mit, dass man im Zug keine Tickets mehr nachlösen kann. Wir hätten uns in Hamburg die Anschlussfahrscheine ziehen müssen. Ich fragte nach einer Lösung des Problems für uns zwei aus der Truppe. Es gibt keine, bekamen wir zu hören, sie könne keine Fahrscheine mehr verkaufen. Wir könnten aber im Zug sitzen bleiben, dann würde es pro Person vierundvierzig Euro für Schwarzfahren und neun Euro plus paar Cent für die Fahrkarte kosten. Aha – das konnte sie also einbuchen. Alternativ könnten wir aber in Lüneburg aussteigen und mit dem Taxi nach Uelzen fahren. Das wäre billiger, da kämen wir auf 55 Euro für beide. Auf die Frage, ob wir nicht schnell in Lüneburg am Automaten nachlösen könnten, gab’s auch eine Absage. Mein Freund und ich wollten dann eben einen Zug später aus Lüneburg weiter fahren. Uns wurde mitgeteilt, dass kein Zug mehr in Richtung Uelzen fährt. Auf die Frage nach einer Ausnahme gab es nur ein kategorisches Nein. Auch mein Einwand dass, wenn wir uns nicht gemeldet hätten, sie uns normalerweise vor Lüneburg kontrolliert hätte und es dann gar nicht mehr aufgefallen wäre, wenn wir durchgefahren wären, ließ die Metronom-Mitarbeiterin nicht gelten. Also sind wir gegen Mitternacht raus aus dem Metronom und mit dem Taxi nachhause. Ich denke, dass wir fünf zukünftig die Sache wieder wie in alten Zeiten handhaben werden. Rein in den privaten Van, einen Fahrer dazu gesucht, der seine Konzertkarte von uns umsonst bekommt, Spritgeld dazu, ist immer noch viel billiger, als mit dem Metronom zu fahren.

Rolf Schulze,

Lehmke

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