Suche nach Munition

Zum Bericht „Kirchenmusikerin erhält Kündigung (AZ vom 24. Dezember)

Das menschlich, moralisch und rechtlich nicht zu rechtfertigende Handeln einiger Kirchenvorstandsmitglieder und das Billigen durch die übrigen Kirchenvorstandsmitglieder einschließlich der Pastoren Meyer und Dr. Dieckow der ev.-luth. Kirchengemeinde Bevensen geht also weiter. Und wieder soll möglichst nichts an die Öffentlichkeit dringen – zum Schutze des Kirchenvorstandes wohl gemerkt, nicht der Kirchenmusikerin.

Dabei haben längst viele Kirchengemeindemitglieder von dem verantwortungslosen Tun des Kirchenvorstandes Kenntnis erhalten. Da will der Kirchenvorstandsvorsitzende, Pastor Meyer, nicht bestätigen, dass die Kündigung der Kirchenmusikerin wegen außerkirchlicher Chorstunden erfolgt sein soll. In der öffentlichen Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht mussten der Anwalt der Kirchengemeinde und KV-Mitglied Gerhard Becker jedoch Farbe bekennen. Als Kündigungsgrund gaben sie vor zahlreichen Zuhörenden an, die Kirchenmusikerin habe in wettbewerbswidriger Konkurrenz unter dem Namen „Choreluja“ einen neuen Chor gegründet, in dem 20 Mitglieder des ruhenden Kirchenchores mitsingen. Desgleichen habe sie einen neuen Kinderchor gegründet, in dem Kinder des ruhenden kirchlichen Kinderchores mitsingen. Ein nicht gerader tragfähiger Kündigungsgrund, wie der Arbeitsgerichtsdirektor durchblicken ließ.

Soweit Pastor Meyer in dem Artikel mit der Aussage zitiert wird, „es habe Verabredungen gegeben, dass der Chor ruht“, hat er damit zumindest nur die halbe Wahrheit gesagt. Denn solche Verabredungen gibt es mit der Kirchenmusikerin nicht. Und was die Sänger und Sängerinnen der Chöre in ihrer erzwungenen Freizeit machen, darüber har der Kirchenvorstand nicht zu bestimmen.

Leider scheint sich der Hinweis des Arbeitsgerichtsdirektors, die Kirchenmusikerin werde bei einer Weiterbeschäftigung mit diesem Kirchenvorstand möglicherweise nicht glücklich, man würde ihr jedes Schwarze unter dem Fingernagel vorhalten, inzwischen auch ohne Weiterbeschäftigung zu bestätigen. Interessierte KV-Mitglieder, voran Dr. Breimeier und Becker, scheinen schon nach neuer „Munition“ gegen die Kirchenmusikerin zu suchen.

Gerd Ludolfs,

Groß Hesebeck

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