Nur stümperhaft realisierbar

Zu „Kreisel, Ovale und scharfe Kurven“ , AZ vom 9. August:.

Dem AZ-Leser liegen sieben „Varianten“ zum Ausbau einer Verbindung zwischen Innenstadt und Marktcenter vor. Eine achte ist mit den Stelen schon in Sicht. Es wird mit Sicherheit noch die eine oder andere hinzukommen. Hätte man sich um Lösungen bemüht, wären es höchstens zwei.

Eine Lösung ist nur in Verbindung mit einer städtebaulichen Planung sinnvoll, ansonsten verliert man sich, wie man sieht, in verkehrstechnischen Spielereien.

Weil ein Masterplan über das Gebiet fehlt, kann nur spekuliert werden, was Rat und Verwaltung der Stadt im Hinterkopf haben. Entweder man verfolgt die bisherige Linie einer offenen Bebauung weiter, bei der man sich nicht festlegen muss und den Bereich von Fall zu Fall mit Einzelobjekten bestückt. Für jedes Objekt ist dann eine Einzelentscheidung erforderlich. Auf der anderen Seite gibt es die verdichtete Bebauung, die hauptsächlich aus Wohnbebauung bestehen kann. Sie hätte den Vorteil, das Marktcenter zu flankieren, indem Kundschaft in seinem unmittelbaren Umfeld entsteht. Das ist aber ohne Masterplan nur stümperhaft realisierbar.

Die Verschwendung wertvoller Fläche in der Innenstadt, die mit Rathaus und Herzogenplatz begonnen hat, wird im Süden fortgesetzt. Hierbei wird das Verhältnis von Bebauung zu Verkehrsfläche genau auf den Kopf gestellt. Da mit Alternativen nichts erreicht wird als sinnlos Geld auszugeben, kommt nur eine Verbindung des Marktcenters mit der Innenstadt zustande, wenn Bebauung die Wege flankiert.

Anstatt die Menschen dort hinzulocken, sollten sie dort angesiedelt werden. Dann würde krampflos zusammenwachsen, was zusammen gehört.

Ulfert Zergiebel,

Uelzen

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