Streudienst? Fehlanzeige!

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Nach Schneefällen geht für den Schwerlastverkehr am Dienstagnachmittag am Barumer Kreuz nichts mehr. Verena Stascheit bemängelt, dass auf der Trasse zu wenig geräumt wird.

Die Reifen von Lkws drehten nach dem Wintereinbruch am Dienstag durch. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Zum Bericht „B4: Lkw scheitern am Berg“ schreibt Verena Stascheit aus Uelzen:

Der Stress auf der B 4 nimmt kein Ende! Seit 27 Jahren fahre ich nun schon die Strecke Uelzen-Lüneburg und zurück. Dienstlich bedingt auch an Sonn- und Feiertagen. Es ist immer wieder eine Überraschung, wie schwer es sein muss, den Streudienst hilfreich zu koordinieren. Sogar am Neujahrsmorgen (5 Uhr) kein Streudienst in Sicht – die Fahrbahn teilweise spiegelglatt.

Am Mittwoch habe ich endlich frei, will mir einen netten Vormittag in der Stadt machen. Durch die Marktstraßen schlendern, die frischen Vorräte auffüllen. Leider sind die Marktstraßen nur schwer begehbar, schwerere Tüten vom Markt zum Auto zu tragen, kaum zu bewältigen. Also Rückzug, unverrichteter Dinge. Und ab zum nächsten Supermarkt, um leider Abgepacktes zu kaufen. Dort ist es sicher auf dem Parkplatz, der ist in privater Hand und gut versorgt. P.S.: In der Innenstadt musste ich noch einer Dame behilflich sein. Sie konnte ohne Hilfe die nicht geräumten Straßen überqueren. Ich will nichts schlecht machen, bitte verstehen Sie diese Zeilen als dringenden Denkanstoß!

Auf der schneebedeckten B71 starb am Dienstagabend zwischen Uelzen und Groß Liedern ein Pkw-Fahrer bei einem Unfall. Michael L. aus Schnega war Zeuge des Unfalls und schreibt zu der Berichterstattung:

Ich musste gestern den Unfall mitansehen und danach, wie das Unfallopfer an den Folgen verstarb. Auf meinem weiteren Weg fragte ich mich, warum wir „damals“ (ich bin 56 Jahre alt) auch ohne Winterreifen gut durch die oft beschriebenen „echten“ Winter gekommen sind.

Es fiel mir bereits auf der A39, später auf der B4 und am Ende dem Ort des Unfalls, der B71, auf: Es war nirgendwo geräumt, nirgendwo gestreut. Ist das der aktuelle Stand im reichen Deutschland? Steht nur noch Geld für unsinnige Bauprojekte (z.B. Parkplatzanlagen entlang der A 39 oder unnütze Autobahnbrücken mitten auf Feldern) zur Verfügung? Autofahrer sind zahlkräftige Steuerzahler. Wo landen diese Gelder? Weder im Straßenbau noch in der Sicherheit der Straßen.

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