Leserbrief

Statt eines Rentenkonzeptes nur heiße Luft

Zu den AZ-Berichten über die neuesten Renten-Prognosen schreibt Herbert Seerau aus Bad Bevensen:

Aus den Beiträgen ist zu entnehmen, dass die Rentnergeneration heute im Schnitt nicht arm ist. Das Monatseinkommen liegt bei über 2500 Euro netto bei Ehepaaren, mehr als 1600 Euro netto bei alleinstehenden Männern und über 1400 Euro bei Frauen. Nur 6,1 Prozent der Rentner mit einer Rente bis zu 600 Euro – also 319 000 Personen– beziehen demnach Grundsicherung im Alter. Insgesamt sind drei Prozent der Menschen ab 65 Jahren auf Grundsicherung im Alter angewiesen.

Die genannten Zahlen sind jedoch Schönfärberei und sollen uns zeigen, wie gut es den Rentnern finanziell in der heutigen Zeit geht.

Wenn man die tatsächlichen Zahlen laut Statistischen Bundesamtes vom Dezember 2015 zu Grunde legt, sieht es nicht besonders rosig für die Rentner aus. Deren verlässlichen Zahlen sagen uns, dass man als Arbeitnehmer in jungen Jahren eine Privatvorsorge abschließen muss, was viele aufgrund ihres geringem Einkommens und der hohen Beiträge sich nicht leisten können oder man muss eines Tages bis zum Umfallen arbeiten. Seit Jahren wird sich in der Politik um ein vernünftiges Rentenkonzept gestritten. Leider wird hier nur heiße Luft produziert. Traurig aber wahr.

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