Standstreifen frei halten

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Auf freier Strecke können Lkw-Fahrer auf der Bundesstraße 4 den Standstreifen ebenfalls nutzen. Das birgt ein Unfallrisiko, meint Leser Dr. Burkhart Mecking. Foto: Sternitzke

Zur Verkehrsproblematik auf der Bundesstraße 4 schreibt Dr. Burkhart Mecking aus Uelzen:.

Seit ich bei Uelzen wohne, versuche ich die Fahrt auf der B 4 in Richtung Lüneburg zu vermeiden. Das geht nicht immer. Und jedes Mal, wenn ich die Straße genutzt habe, gab es gefährliche Situationen, bei denen Unfälle nur knapp vermieden wurden.

Eine der Ursachen ist meines Erachtens, dass auf freier Strecke Lastwagenfahrer gebeten werden, den Standstreifen mit zu nutzen. „Brummifahrer sind nett...“ oder so ähnlich steht dort mit dem Pfeil nach rechts. Wer möchte nicht nett sein! Nur führt es dazu, dass diese Strecken wie eine vierspurige Autobahn empfunden werden, auch für Pkw. Die rasanten, um nicht zu sagen unverschämten, Autofahrer drängen auch den vor ihnen fahrenden Wagen, der nicht wenigstens 110 Stundenkilometer fährt, auf den Standstreifen beiseite. Solche Situationen gleichzeitig aus beiden Richtungen führen notwendig zu Unfällen.

Eine erste Maßnahme für diese Bundesstraße ist es, die Schilder für die zum rechts Fahren aufgeforderten Lastwagen abzubauen und den Standstreifen wieder frei zu halten. Die zuständigen Behörden tragen eine Mitverantwortung an der Situation. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wäre eine weitere Maßnahme. Bei heutigem Verkehrsaufkommen muss sich auch der nervöse Fahrer, der die Dauer von Fahrstrecken nicht genügend in seinem Terminplan berücksichtigt, darauf einstellen, bis Lüneburg, und zurück natürlich auch, einen Lkw nicht überholen zu können. Das ist bei der normalen Durchschnittsgeschwindigkeit sogar kein großer Verlust.

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