Leserbrief

Stadt Uelzen setzt auf mehr Dialog mit den Bürgern

Zur Einführung des Bürgermelders in der Stadt Uelzen schreibt Wilhelm Sties aus Hamburg:

Mich erstaunt und erfreut dieser Entschluss der Stadtverwaltung gleichermaßen. Schon vor längerer Zeit hatte ich zu einem Artikel in der AZ, wo es um die Förderung von Aktivitäten und auch um die Installation zur Förderung von mehr Attraktivität ging, den Vorschlag gemacht, die Uelzener Bürger zu beteiligen.

Immer mehr Menschen sind gern bereit, ihre Erfahrungen und Vorschläge für die Steigerung des Ansehens ihrer Stadt regional und überregional einzubringen. Der Frust, der sich oftmals in der Bevölkerung breit machte, wenn es um die Darstellung Uelzens nach außen ging, ist durchaus nachvollziehbar! Wenn man - wie es mir schon oftmals erging - nach seiner Herkunft gefragt wird, so heißt es fast immer: "Uelzen, ja kenn ich... den Hundertwasserbahnhof". Das ist ganz eindeutig zu wenig und hier gilt es den Hebel anzusetzen!

Uelzen ist "seit neuestem" Hansestadt, aber auch das genügt nicht, um Gäste in die Stadt zu locken. Uelzen bietet viel mehr, als nur diese wenigen schlagwortartigen Attribute. Wenn der Bürgermeister, der kein Uelzener ist und sich mit Uelzener Gegebenheiten und den Befindlichkeiten der Uelzener nicht auskennt, ist das schon eigentlich "etwas daneben". Wenn dieser Bürgermeister allerdings (offensichtlich) der Meinung ist, Bürger Uelzens nicht ins Boot holen zu wollen, wenn es um "ihre" Stadt geht, so ist das schon ein Stück weit Arroganz! 

Niemand - auch nicht der Bürgermeister - kann wissen, wie der Bürger in seiner Gesamtheit wirklich denkt. Hier ist die Meinung und die Tatkraft der Bürger gefragt - und das beste ist: dieses Bürger-Engagement kostet nichts! Uelzens Einwohner sind an der positiven Entwicklung ihrer Stadt stärker interessiert, als es den Anschein hat. Kritische Stimmen sind kein Meckern, sie sind Ausdruck von Interesse, das sollte man nicht verwechseln!

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