Leserbrief

Stadt braucht frische Ideen

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Uelzen wirbt mit einem Modell des Hundertwasserbahnhofs auf der Reisemesse in Hamburg: Dieses Engagement muss ausgeweitet werden, meint AZ-Leser Manfred Kipry.

Den Beitrag über die Situation im Hundertwasserbahnhof („Ist der Zug schon abgefahren?“, AZ v. 9. Februar) beschäftigt die AZ-Leser. So schreibt Hans Dieter Havemann aus Uelzen:

Da kommen doch einige Fragen auf: Die Stadt Uelzen wirbt mit der Sehenswürdigkeit Hundertwasserbahnhof. Wenn es wirklich richtig ist, dass 10 000 Euro den Fortbestand des Projektladens sichern, sollte die Stadt sich dazu durchringen, das zu übernehmen. Stattdessen werden mehrere 10 000 Euro für Gutachten ausgegeben, deren Sinn nicht immer einzusehen ist.

Warum stellt die Stadt die Gutachten nicht im eigenen Haus auf? Bei einigen wäre das sicher gut möglich. Die Gründe, dass die Stadtverwaltung das nicht macht, kann man nur mutmaßen. Das könnten sein: Fehlendes Fachwissen, keine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Überlastung des Personals oder Gehen des bequemeren Weges. Gehässige Leute könnten auch sagen: Keine Lust.

Zum selben Thema meint Manfred Kipry aus Hanstedt I:

Frau Schmäschke hat im Kulturausschuss mit vielen Worten die Situation des Bahnhofs dargelegt. Die Lage ist so dramatisch, dass sie mit weitreichenden Folgen rechnet. Nach meiner Meinung, als Besucher des Kulturausschusses, ist Frau Schmäschke ein Jahr zu spät an die Stadt herangetreten.

Aufgrund der Lage sollte der Zuschuss gewährt werden. Es wird aber deutlich: Der Bahnhof ist alleine verloren, er muss in die Stadtpräsentation mit einbezogen werden. Ideen, mit einem Ilmenausee die Stadt attraktiver zu gestalten und die Besucher so vom Bahnhof in die Innenstadt zu bringen, werden schlecht gemacht. Mit falschen Argumenten sind die Bürger gegen den See aufgebracht worden.

Wenn Ideen so kaputt gemacht werden, ohne selbst Alternativen aufzuzeigen, brauchen wir uns um die Stadtentwicklung keine Sorgen mehr zu machen. Das Geld der Stadt wäre dann umsonst ausgegeben.

Die Frage ist doch: Ihr Bürger, wollt ihr nur verwaltet werden, oder verwalten und gestalten? Die Hansestadt Uelzen braucht den Hundertwasser-Bahnhof und viele frische Ideen.

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