Spielsperren bis Saisonstart – lächerliches Urteil

Leserbrief zu den beiden Artikeln „Verhalten war blöd“, AZ vom 20. Juli, und „Entwarnung bei Tutas - Bertram/Burghardt bis 1. August gesperrt“, AZ vom 24. Juli, über das Verhalten zweier Fußballspieler von Teutonia Uelzen und das Urteil des Schiedsgerichts:.

Nachdem ich das Urteil der beiden vom Platz gestellten Teutonenspieler gehört habe, muss ich sagen, dass ich sehr verwundert über deren Strafmaß bin.

Ein Spieler beleidigt den Schiedsrichter, das kommt sicherlich öfter mal vor, der andere aber wirft dem Schiedsrichter den Ball an den Körper, das kommt sicherlich nicht ganz so häufig vor. In meinen Augen ist hier der Tatbestand einer Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter gegeben.

Eigentlich weiß jeder Sportler, welches Strafmaß zu erwarten ist. Dann nach dem Spiel zu versuchen, die Wogen zu glätten, ist ja schön, sollte aber nichts an der Tatsache ändern. In der AZ öffentlich zu hoffen, dass das Strafmaß nicht so hoch ausfällt, hatte seitens Teutonia Uelzen wohl Erfolg gehabt. Beide Spieler bekamen Sperren bis zum 1. August und sind somit für die beginnende Saison spielberechtigt.

Beleidigungen und Tätlichkeiten sind also gleiche Tatbestände! Schön zu wissen, dass man sich nur öffentlich ausweinen muss, im richtigen Verein spielt und schon gibt es diese lächerlichen Spielsperren.

Ich war erst vor kurzem bei einer solchen Verhandlung, in der zu Beginn etwa zehn Minuten erklärt wurde, welche Strafen es für welche Vergehen gibt! Hier müssen sich in den vergangenen acht Wochen erhebliche Regeländerungen vollzogen haben. Ein Timo Hauer oder Jan Philipp Kahmann (beide vom Verein SV Eddelstorf) wären für diese Vergehen wahrscheinlich für einen weitaus längeren Zeitraum gesperrt worden. Ein Hoch auf das Schiedsgericht! Um es in einem Wort zu beschreiben: lächerlich!

Es wird in der laufenden Saison sicherlich ähnliche Situationen geben und da bin ich dann doch sehr gespannt über das Ausmaß der dann folgenden Strafen.

Guido Kahmann,

Munster

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