AZ-Leserbrief

Zum Speckgürtel orientieren

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Der HVV weitet sich nach Süden aus – aus Uelzen profitieren aber derzeit nur Pendler mit Zeitkarten von einer Tarifvereinfachung. Zu wenig, meint AZ-Leser Mathias Eggert. 

Zur Berichterstattung über die Aufnahme Bienenbüttels in den HVV-Tarif (AZ v. 28. September) schreibt Mathias Eggert aus Hamburg:

Bienenbüttel hat es erkannt – nur mit einer guten Verkehrsanbindung zum HVV werden sich Einkommensteuer zahlende Familien für Bienenbüttel als Wohnort entscheiden. Die konsequente Hinwendung zum wirtschaftlich prosperierenden Hamburger Raum wird nachhaltig sein.

Es ist daher unverständlich, weshalb Bevensen diesen Schritt nicht unterstützt und sich aus der Umfesselung Uelzens befreit? Angesichts der zu erwartenden Vorteile ist der Beitrag gering.

Mit einer Tageskarte nach Bad Bevensen würde nicht nur den Kurbetrieben Zulauf verschafft. Aber lieber gibt man alles ab, damit anderswo Arbeitsplätze geschaffen werden, siehe Aufgabe der Autonomie der Abwasserbetriebe. Andererseits ist es für mich unverständlich, weshalb ein mit ständig sinkender Akzeptanz zu kämpfender Entdeckerbus mit über 150 000 Euro – Tendenz steigend – subventioniert wird, der Beitritt zum Verkehrsverbund aber zu teuer sei?

Vielleicht sollten die Stadtverantwortlichen sich mal mit der Nachbargemeinde Bienenbüttel austauschen, in eine konstruktive Allianz eintreten und sich gemeinsam zum Speckgürtel Hamburgs orientieren.

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