Spart nicht an den Kindern!

Die Grundschule Veerßen muss erhalten bleiben, fordert Anne von Estorff. Ihrer Meinung nach sollte die Stadt lieber in Bildung als in Risiko-Geschäfte wie in der Ukraine investieren. Foto: Schossadow ski

Zu den Elternprotesten für den Erhalt der Grundschule Veerßen schreibt Anne von Estorff aus Veerßen: „Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht, was sie tun“, so singt Grönemeyer.

Kinder wissen aber genau, wo sie sich wohl fühlen, und ein guter Ort für Kinder ist unsere Grundschule Veerßen. Wir Eltern wissen, was wir tun. Wir protestieren gegen die Schließung der kleinen Grundschulen. Als Mutter schulpflichtiger Kinder lobe ich unsere Veerßer Grundschule und wünsche auch kommenden Generationen, dass auch ihre Kinder gestärkt aus der Grundschule hervorgehen können und für die größeren Schulen gewappnet sind.

Als Berufsschullehrerin schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen, wenn ich sehe, dass hier im prägenden Zeitabschnitt „Grundschule“ zu Lasten der Qualität gespart werden soll. Vieles ist an späterer Stelle nicht mehr nachzuholen. Als Veerßerin sehe ich einen unschätzbaren Wert in unserer wohnortnahen Beschulung. Wir feiern dieses Jahr 50 Jahre Grundschule Veerßen und fühlen uns dankbar verbunden.

Weiß die Stadt Uelzen, was sie tut? Sie berechnet, wo die sinkende Zahl an zukünftigen SchülerInnen im Stadtgebiet Uelzen unterrichtet werden soll. Das ist legitim.

Nicht legitim ist dabei, dass es heißt: Geld schlägt Qualität. Gute Bildung darf etwas kosten. Deshalb appelliere ich inständig an alle Entscheidungsträger, bestehende Strukturen, die sich durch eine gute Reputation und gewünschte kleine Einheiten (einzügig, 2014 eventuell zweizügig) auszeichnen, als Qualitätsmerkmal dagegen zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund halte ich eine Bündelung der Schulen in Vierzügigkeit und die Schaffung großer Innenstadtschulen mit Taxibeförderung, eingeschränkten Grünflächen und wenig Licht für wenig sinnvoll und erstrebenswert.

Mein Vorschlag: Überlegt zukünftig genau, wie viel Risikokapital in Palmöl, Ukraine und Rathaus fließen darf und spart nicht an den Kindern. Steckt das viele Geld lieber in die schrumpfende nächste Generation, denn sie wissen später genau, was sie tun: Für uns Rentner zu arbeiten, wenn sie gut ausgebildet wurden.

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