Sorgen nicht übertrieben

Reaktion auf Leserbriefe zur Rückkehr des Wolfs nach Niedersachsen und zu Schafsrissen in Grünhagen:.

Die als vermeintliche Wolfsgegner bezeichneten Tierhalter haben keinesfalls das Ziel, eine negative Stimmung anzuheizen. Immer wieder wird betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen den Wolf sind, sondern sie sich lediglich für die Wahrung ihrer Interessen einsetzen.

Die Tierhalter stellen in Bezug auf die Ansiedelung des Wolfes eine in ihrer Existenz bedrohte Minderheit in der Bevölkerung dar. Es ist nahezu vermessen, die Bedenken dieser Personengruppe als überzogen darzustellen und sich darüber lustig zu machen.

Fragwürdig finde ich die Aussage, dass es die Hirten früher schließlich auch geschafft haben, ihre Tiere zu schützen. Definitiv können diese Zeiten nicht mit heute verglichen werden. Wie soll ein Tierhalter neben den zusätzlichen Kosten für einen wolfssicheren Zaun und Schutzhunde sowie dem Mehraufwand an Zeit jetzt auch noch mehr Personal bezahlen? Die Folge wird sein, dass viele Tierhalter den Betrieb einstellen oder ihre Tiere nur noch im Stall halten.

Leider liegt bisher kein ausgereifter Wolfsmanagementplan vom Umweltministerium vor. Diese Tatsache macht den Umgang mit dem Thema für alle Beteiligten nicht einfacher und sorgt für große Unsicherheit bei den Tierhaltern.

Eigentlich sollte man zudem doch auch meinen, dass bei einem Projekt solcher Größenordnung selbstverständlich vorher ein Plan erstellt wird und nicht erst, „wenn es einmal zu viele Wölfe geben sollte“.

Sebastian Scheib,

Albersdorf

Inzwischen wurden erschöpflich Argumente für und gegen Wölfe ausgetauscht. Die AZ beendet daher vorerst die Diskussion zu diesem Thema.

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