„Sonne aktiver als in den letzten 8000 Jahren“

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Ist doch die Sonne schuld am Klimawandel?

Zum Artikel „Landkreis rutscht im Ranking ab“, AZ vom 31. Juli, erreichte die Redaktion diese Zuschrift:.

Zuallererst möchte ich gerne Frau Riedel danken, für ihren ebenso sachlichen, wie freundlichen Leserbrief zum Thema Klimawandel. Ihr Beitrag hebt sich wohltuend ab, von den teilweise mit populistischem Schaum vor dem Mund vorgetragenen, mutmaßlich CO2 bedingten Weltuntergang-Szenarien.

Auch ich blende nicht aus, dass zum Beispiel die Winter nicht mehr so sind, wie ich diese in Kindertagen erlebt habe. Aber können wir sicher sein, dass nicht ganz andere Vorgänge zu einer Veränderung des globalen Klimas führen? Wechselwirkungen, die sich gänzlich unserer Einflussnahme entziehen. Zu Denken gibt mir jedenfalls, mit welch erschreckend vordergründigem und verbal-aggressiven Duktus, so mancher Anhänger der CO2- Theorie, die Deutungshoheit für sich beansprucht.

Deutschland ist in einer Größenordnung von rund zwei Prozent an den globalen CO2-Emissionen beteiligt. China, die USA und Indien produzieren zusammen fast 50 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Es drängt sich mir vor dem Hintergrund dieser Zahlen die Frage auf, wie zielführend wohl eine CO2-Steuer in Deutschland sein kann, die mit Sicherheit viele Milliarden verschlingen wird, dann aber die CO2-Emissionen in Deutschland lediglich um wenige Zehntel-Prozentpunkte reduziert. Zumal es nicht wenige seriöse Wissenschaftler gibt, die gänzlich andere Ursache-Wirkung-Zusammenhänge für den Klimawandel sehen. In diesem Zusammenhang rege ich an, einmal die Ausführungen des Klimatologen Professor Horst Malberg anzuhören, Titel „Klimawandel seit der kleinen Eiszeit, kritische Anmerkungen“. Auch Artikel wie zum Beispiel „Sonne seit über 8000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“ auf der Homepage der Max-Planck-Gesellschaft zu finden, sind in diesem Zusammenhang gewiss lesenswert.

Wer sich mit den zyklischen Klimaschwankungen der jüngeren Erdgeschichte oder auch nur mit dem abrupten Ende der Weichsel-Würm-Kaltzeit vor etwa 11 000 Jahren beschäftigt, kommt beinahe zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass die CO2-Theorie als Erklärungsmodell für den Klimawandel wohl zu eindimensional ist.

Die jungen Menschen in ihren Sorgen um die Zukunft unseres blauen Planeten nicht ernst zu nehmen, wäre ein großer Fehler. Aber warum wird nicht für konkrete Projekte demonstriert? Zum Beispiel für eine flächendeckende Installation von Fotovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden, oder wenigstens auf allen Schulgebäuden in Deutschland?

Rainer Hembluck

Ebstorf

Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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