AZ-Leserbrief

Sinnlose Konzepte

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In Stadt und Kreis sollen Konzepte dazu dienen, das Radfahren attraktiver zu machen. Heinz Priebe sieht das kritisch. 

Zu unserem Bericht „Radfahren ohne Umwege“ (AZ vom 1. März) schreibt Heinz Priebe aus Bad Bodenteich:

Über die grassierende Gutachteritis und die ausufernde Bürokratie wurde in der AZ wiederholt berichtet. Beides bringt zweifellos vielen Arbeit und Brot; aber (fast) keinerlei Wertschöpfung. Auf Dauer wird diese Unsummen verschlingende und leider offensichtlich alle Grenzen sprengende Entwicklung volkswirtschaftlich nicht mehr zu verkraften sein.

Im Landkreis ist jetzt ein Radwegekonzept in der Planung, welches mit Sicherheit mehr oder weniger sinnlos in irgendwelchen Schubladen verschwinden wird. Schon seit langem gibt es nämlich sogenannte Prioritätenlisten über notwendige Radwege. Sie werden erst in Jahren abgearbeitet sein! Das jetzt vorgestellte Konzept hat in erster Linie Alibifunktion, weil sich damit die erforderliche Wegeherstellung weiter verschleppen lässt.

Was die angesprochenen radfahrenden Pendler betrifft, die finden von allein in kurzer Zeit den für sie günstigsten Weg, sei es zur Schule, zur Arbeitsstelle oder sonst wo hin. Die brauchen befahrbare Wege und kein geschwollenes Radwegkonzept. Das dafür verschwendete Geld sollte besser gleich in den Ausbau maroder oder fehlender Streckenabschnitte fließen.

Wer sich im übrigen ein Bild davon machen möchte, was sich an Radfahrkonzepten alles ausbrüten lässt, braucht nur nach Bad Bodenteich zu kommen. Dort findet sich nicht eine einzige Stelle, an der das teuer erstellte Radfahrkonzept auch nur ansatzweise seinen Sinn erfüllen konnte.

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